Geschenkideen für große Mädchen

So, morgen ist es nun also soweit. Meine Maus wird 9!!!! Wann ist das denn nur passiert? 9 Jahre bin ich schon Mama. Was für eine irre Zeit das in den Anfängen war. Ich kann mich genau daran erinnern, dass ich mich vollkommen verloren fühlte. Damals im Angesicht dieses kleinen Bündels Mensch. Der Mäusepapa ging irgendwann auch mal wieder in seine Ein-Mann-Kanzlei und ich hatte Sorge, den Tag allein mit einem Baby nicht zu schaffen. Mein Blick beim morgendlichen Abschied muss Bände gesprochen haben, denn er strich mir sanft über die Wange und meinte: Wenn die Maus am Ende des Tages noch lebt, dann hast Du Deine Sache gut gemacht. Das sollte nicht etwa heißen, dass er mir nicht zutraute, mich um unser Baby zu kümmern. Im Gegenteil, damit hatte er mir auf seine Weise gesagt, dass er keinerlei Erwartungen an mich hatte. Ich musste nicht putzen, kochen oder irgendwelche anderen scheinbar wichtigen Dinge erledigen. Ich sollte mich nur ein paar Stunden so gut es eben ging, um dieses neue Menschlein kümmern. Alles andere würden wir dann schon gemeinsam regeln.
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Der März 2017 (und was ihn zum glitzern brachte)

Familienleben: 
Diese Müdigkeit im Urlaub, die auch danach nicht verschwunden ist. Sie steckt gerade in meinem Kopf und auch in meinem Herzen. Ich bin etwas zerschrabbelt vom blöde Mama sein, die liebste Mama sein, von diesem nie etwas ganz zu Ende machen können, vom Anstubsen mit dem Zeigefinger Du Mama, weißt Du?, vom Durchdenken, Ausdenken, zu Ende denken, vom ängstlich sein, vom wunschvoll sein, von meinem Schokolade- und Sinnmach-Hunger, von dem Gefühl, immer zu viel zu tun. Und zu wenig. Beides gleichzeitig. Von den vielen winzig kleinen Pinselstrichen, aus denen sich der Familienalltag zusammensetzt und die man nur sieht, wenn man ganz dicht dran steht. So dicht, dass einem die Augen flirren.
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Promovieren mit Kind? Das Fazit zu einem Herzensprojekt!

Mehr als 2 Jahre sind seit dem Abschluss meiner Promotion nun schon vergangen. Das besondere daran? Ich habe erst Jahre nach dem Studium und mitten in der Familienplanung nebenberuflich promoviert. Inzwischen hat sich unser Alltag irgendwo zwischen Beruf, Familie und dem Und sonst so? eingependelt. Es ist Zeit ein Fazit zu ziehen.

Würde ich es nochmal so machen? Passte das alles unter einen Hut ? „Promovieren mit Kind? Das Fazit zu einem Herzensprojekt!“ weiterlesen

Zum dritten Mal U7, doch dieses Mal bleibt die Liste leer.

Wir haben die dritte -und in meinem Leben wohl letzte- U7 (Vorsorge-Untersuchung um den zweiten Geburtstag herum) beim Kinderarzt absolviert. Das heißt, die Minimaus hat´s gemacht. Ich war nur Statistin zum Halten, Trösten und Tragen. Und weil bei uns mit jedem letzten Mal immer auch ein „Weißt du noch damals beim Mäuserich?“-„Ja, Mhm, seufz.“-„Und weißt Du noch bei der Maus?“-„Oh,ja“ einhergeht, muss ich hier darüber schreiben:

Die Minimaus wollte nicht gewogen werden. Natürlich nicht. Das wollte bisher keines meiner Kinder. Irgendwie haben wir es doch geschafft. Ich war mit auf der Waage. Und dann wurden meine Kilos – ähm, Hüstel – abgezogen. 9,9 kg wiegt die Minimaus jetzt also. Über mein Gewicht schweige ich. Beim Messen wurde es noch einmal schwieriger.  Aber dass sie immer noch Kleidergröße 80 trägt, bestätigte uns, dass die ganz schnell gemessenen 79 cm wohl stimmen mussten.

Minimaus ist im Vergleich wirklich mini, aber die Wachstumskurve geht nach oben.

Sie wächst also doch.

Und das Gewicht passt zu ihrer Größe. Seit dem Termin hat sie nun auch noch ein paar Gramm zugelegt. Sie wird allmählich mopsig.

Das bedeutet, es ist alles in Ordnung. 

Nur die Liste mit den Worten, die Minimaus schon sprechen kann, blieb leer.

„Mama“ und „Papa“ steht gar nicht erst darauf -das können sie in dem Alter wohl alle?- und für alles andere hat die Minimaus noch keine Worte. Minimaus sagt auch nur manchmal „Mama“ und das eher als Beschwerde, wenn etwas nicht gut läuft. Wenn sie gewickelt wird zum Beispiel. Oder wenn sie baden soll. Ganz, ganz selten erwähnt sie den“Papa“.  Er ist in unserem Alltag genauso präsent wie ich. Aber für ein Kreuz auf der Wörterliste hätte es sowieso nicht gereicht. „Nane“ war eine Eintagsfliege. Und ich bilde mir wahrscheinlich nur ein, dass Minimaus zum Abschied „Deich“ sagt. Wir sagen oft „Bis gleich„. Nun winkt sie neuerdings und sagt so etwas wie „deich“ bevor sie zur Tür hinaus und ins Spielzimmer verschwindet. Das begann allerdings erst nach der U7 und wurde daher noch nicht berücksichtigt.

Ansonsten macht sich die Minimaus anders verständlich. Sie zeigt auf etwas und sagt „Äh“ oder „Da„, schüttelt zerknirscht den Kopf oder nickt freudestrahlend. Sie guckt beleidigt oder lacht oder weint. Sie trampelt, schimpft oder zieht an unseren Armen, wenn sie etwas möchte. Sie nimmt unsere Hand und zieht uns ins Schlafzimmer, wenn sie müde ist und sie deutet auf die Schnullerbox, wenn ein Schnuller nötig ist. Das funktioniert alles ausgezeichnet.

Sie sagt uns alles klar und deutlich. Nonverbal.

Ich befürchte, die Motivation zum große Reden schwingen ist bislang nicht groß. Es bestand dafür wohl keine Notwendigkeit. Auch ihre Geschwister verstehen sehr gut, was sie gerade möchte oder was sie eben nicht will. Dennoch haben wir den beruhigenden Eindruck, dass sie gut hören kann. Der Schlüssel im Türschloss wird genauso mit Aufmerksamkeit bedacht wie Papas Stimme vor der Wohnungstür, das Rauschen der vorbeifahrenden S-Bahn oder das Bellen eines Hundes vor dem Fenster.

Unser entspannter Kinderarzt gewährt der Minimaus deshalb noch ein halbes Jahr. Bis dahin sollten es jedoch deutlich mehr Worte werden. Anderenfalls müsse man dem nachgehen. Ein Spezialist würde jedoch auch noch abwarten.

„Wir haben noch keine Eile.“

Zu meiner Erleichterung kommen langsam einige Worte dazu: So etwas wie „eddi“ für ihren „Teddy“ und auch für alle Puppen. „Papa“ ist jetzt mit „Mama“ gleich auf und „Deich“ sagt sie inzwischen jedes Mal zum Abschied. Mehr ist es leider noch nicht geworden. Die Minimaus tanzt zwar gerne, aber von ganzen Liedzeilen oder Zwei – und Drei-Wort-Sätzen sind wir noch weit entfernt. Maus und Mäuserich waren hingegen früh dran damit. Und wäre ich selbst nicht auch so ein Spätzünder gewesen, der erst mit drei Jahren gesprochen hatte (dann auch in ganzen Sätzen), würde ich mir jetzt Sorgen machen.

So jedoch übe ich mich erst einmal in Geduld und hoffe auf baldige Fortschritte.

 

Wiederentdeckt

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Dank Miri von Geschichtenwolke habe ich ein paar Bücher aus meiner Kindheit wiederentdeckt. Heute sind sie angekommen und ich freue mich riesig. Mal sehen, was Maus und Mäuserich zu den Geschichten sagen.

Vielen Dank liebe Miri