Kindergeburtstag unter dem Meer

Meerjungfrauen oder Aquarium oder nein, warte, ich will eine Unterwasserparty. Das war es, was die Maus antwortete als wir uns zusammensetzten und die Party für ihren 9. Geburtstag planten. Es hatte alles etwas mit dem Meer zu tun „Kindergeburtstag unter dem Meer“ weiterlesen

Was wir zu Ostern lesen werden

Bald ist Ostern. Deshalb habe ich in der letzten Woche ein paar Geschenkideen in meinem Lieblingsbuchladen gesammelt. Bei uns gibt es neben Schokoladenosterhasen und Kuscheltieren natürlich immer auch jede Menge Bücher. Und weil Maus und Mäuserich in den letzten Jahren schon einige Osterbücher gelesen haben und inzwischen alle Hasen kennen, versteckt der Osterhase in diesem Jahr Geschichten über andere Tiere. Und wenn es doch Hasen sein sollen, dann ganz besondere…
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Weihnachten light oder „Familienhäppchen“

Christmas decoration stocking and gift boxes

Seit Jahren gestalten wir unsere Advents- und Weihnachtszeit in Etappen. Wir haben dieses Jahr unser erstes Fest schon hinter uns. Die großen Geschenke sind schon ausgepackt. Roller und Spielzeug von Playmobil. Der erste Entenbraten ist schon gegessen und die ersten Flaschen Wein sind geköpft worden. Wie sagte meine Mama so schön dazu:

„Der erste Teil wäre geschafft.“.

Wir haben jetzt chon ein Weihnachtsfest hinter uns. Und machen das nun schon seit einigen Jahren so.

Entstanden ist das schlichtweg aus dem Umstand heraus, dass nur eine Mäuseoma mit Mäuseopa bei uns in der Nähe wohnt und wir das Weihnachtsfest jedes Jahr mit den (erst einem, dann zwei, jetzt drei) Kindern bei der anderen Mäuseoma in der Pfalz verbringen. Und weil die übrigen Angehörigen unserer Familie zu viele Kilometer zwischen uns und sich liegen haben, sind unsere Weihnachtsfeiertage schwer aufzuteilen. Wir sind schwer aufzuteilen, d.h. wir können an den Feiertagen mit den Mäusen nicht zwischen dem einen und dem anderen Teil der Familie hin- und herreisen. Jedenfalls nicht, ohne dabei irre zu werden.

Deshalb haben wir irgendwann damit begonnen, den Advent und die Weihnachtsfeiertage in „Familienhäppchen“ aufzuteilen.

Das erspart uns unnötigen Stress und wir erfüllen den Omas, Opas, der Uroma, den Tanten, Onkels und Nichten etc. trotzdem den Wunsch, in der Weihnachtszeit zusammen zu sein.

In der praktischen Umsetzung sieht das bei uns so aus:

Zuerst sind wie bei allen anderen auch die üblichen Dinge wie Chorkonzerte, Weihnachtsmarktbesuche und das Verschicken der Wunschzettel nach Himmelpfort an der Reihe. Zu den Konzerten begleiten uns regelmäßig die Mäuseoma und der Mäuseopa. Auch das Plätzchenbacken mit Freunden aus Schule und Kita gehört für die Oma inzwischen zum Adventsprogramm dazu.

Wir hören Hörbücher, lesen Weihnachtsgeschichten in der Tageszeitung und leihen uns das meiste aus der Bücherhalle oder kaufen es gebraucht bei Medimops. Wir packen Geschenke für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und üben Weihnachtslieder beim Familiensingen in der Kirche.

Das ist alles freiwillig und gestaltet sich je nach Lust und Laune.

Der Nikolaus kommt bei uns auch nur einmal (und zwar bei uns zu Hause) – mit einer Kleinigkeit und einem Buch. Meistens findet sich im Stiefel schon ein Teil der Weihnachtswunschliste.

Ungefähr zwei Wochen später beehrt uns dann der „Vorweihnachtsmann“.

Er ist in der Phantasie meiner Kinder ganz und gar in Grün gekleidet und taucht jedes Jahr „zu früh“ bei der Mäuseoma auf, weil er die Geschenke bis zum 24.12. nicht alle in die Pfalz schaffen kann. Bei der Mäuseoma gibt es demnach mitten im Advent schon die ersten und meist großen Weihnachtsgeschenke. Extra angereist sind für diesen Tag vor allem die Mäusetante mit ihrem Freund und die Mäuse-Uroma. Wir verbringen zusammen Zeit, essen ganz klassisch Entenbraten mit Rotkohl und jede Menge Plätzchen und blättern im Familienfotobuch durch „unser Jahr“. Wir sinnieren gemeinsam über das vergangene und schmieden Pläne für das kommende Jahr, sehen den Kindern beim Geschenke auspacken zu und irgendwann im Laufe des Nachmittags ziehen wir bei einem Glas Wein oder einer Tasse Kaffee die neu eingekleidete Lieblingspuppe mehrfach um oder bauen das neue (genau genommen alte -weil von eBay) Pinguinbecken und das Schwimmbad von Playmobil auf.

Ungefähr zwei Wochen später -kurz vor der Abreise in die Weihnachtsferien – gibt es zu Hause das Familiengeschenk. Dieses Jahr wird es ein Globus mit Beleuchtung sein (aber psst, noch nichts verraten) und pünktlich zum Heiligen Abend sind wir bei der Mäuseoma in der Pfalz. Dorthin bringt der Weihnachtsmann uns auch noch ein paar Kleinigkeiten.

Auf diese Weise muss ich zwar schon möglichst frühzeitig eine Vorstellung davon haben, wer was wann schenkt. Aber wir müssen zum Weihnachtsfest selbst nicht gefühlt an drei Orten gleichzeitig sein und die Kinder genießen die Weihnachtszeit in „verdaulichen  Häppchen“, denn sie packen in den Wochen bis zum Weihnachtsfest schon immer mal ihre Geschenke aus.

Meistens halte ich mich dabei insgesamt gesehen an die Regel, dass es pro Kind ein Hauptgeschenk (dieses Mal war es für jedes Kind ein Roller), etwas zum Spielen (neue Puppenkleidung und etwas von der Wunschliste) sowie viel Lesestoff (Bücher und Hörbücher) gibt. Die Kosten dafür teilen wir uns in der Familie auf. Manchmal steuern die Omas auch noch spontan etwas Kleines bei (Süßes und Taschengeld). Oder die Tante hat noch ein drittes Buch pro Kind eingepackt.

Am Heiligen Abend in der Pfalz sitzen wir mit dem nächsten Teil der Familie nach Kirchbesuch und Krippenspiel unter dem Weihnachtsbaum, es gibt für die Erwachsenen Sekt und Umarmungen und für die Mäuse ein paar Bastelsachen und ein/zwei Bücher (oh ja, wir lesen viel). Dieses Jahr wird es zudem einen Experimentierkasten für den Mäuserich, eine Bastelbox für die Maus und die ersten Malsachen für die Minimaus dazu geben. Vielleicht packen wir auch noch das Lernspiel „Mein erstes Electric“ von Noris (jeweils eines für den Mäuserich und die Maus, für die Minimaus gibt es etwas anderes) aus oder ich lege es für einen späteren Anlass zurück. Ich weiß es noch nicht. Wahrscheinlich lasse ich die Oma entscheiden.

Die übrigen Tanten und Onkel bringen am zweiten Weihnachtsfeiertag dann auch noch das ein oder andere „Schleichtier“ (vorher erfragt) oder auch die ein oder andere Lieder-CD (auch vorher erfragt) mit. Sie wollen doch alle etwas schenken…

Ich finde, das ist dann aber auch mehr als genug und wie jedes Jahr bin ich auch dieses Mal dankbar, dass uns alle vorher nach den Wünschen der Kinder fragen. Trotzdem habe ich das Gefühl, es kommt dabei immer viel zu viel zusammen. Das geht wohl allen Familien so. Erst kürzlich habe ich von einer Bekannten gehört, sie könne nicht ohne eine Familienkrise verhindern, dass vor allem die Großeltern zu viel Unerwünschtes an die Kinder verschenken würden. Eine Freundin meinte dazu, aus eben diesem Grund würden sie die Wunschliste ihrer Tochter teilweise schon auf den selbst gebastelten Adventskalender verteilen und die Familie bitten, nichts außer der Reihe mitzubringen. Eine andere Freundin erzählte wiederum, sie würden zwar auch viel schenken, aber sie würden das selbst entscheiden und deshalb sei es wenigstens nicht wahllos.

Sie alle handhaben das Schenken also aus verschiedensten Gründen so, wie sie es eben tun.

Ich selbst denke inzwischen: „So what?“ Es ist schön, dass meine Mäuse viele liebe Menschen um sich haben, die mit uns und ihnen Zeit verbringen wollen und die ihnen auch von Herzen gerne eine Freude machen wollen. Dann soll es eben so sein. Für uns ist dies ein guter Weg, das Schenken und die Weihnachtszeit zu genießen.

Wir schleichen uns in Etappen durch die Weihnachtszeit. Trotzdem, es ist und bleibt eine ganz besondere Zeit im Jahr.

 

8 verschiedene Nikolausmtzen - isoliert - Weihnachtsmtzen

 

Advent, Advent…

Transparentpapierstern

Auch dieses Jahr, so scheint es, vergeht die Adventszeit bei uns ohne besinnliche Nachmittage bei Kerzenschein und ohne kuschelige Lieder- und Lesenachmittage. Wer hat mir da eigentlich noch erzählt, mit Kindern sei man die ganze Adventszeit gemütlich zu Hause und bastele Sterne?
Ich habe nicht einen Papierstern fertig bekommen seitdem ich Kinder habe. Im Gegenteil, seit meine Kinder auf der Welt sind, kaufe ich das, was mit Adventsschmuck und –kränzen zu tun hat, einfach auf dem Weg zur Arbeit ein. Ich kaufe auch Adventskalender, denn zum Basteln fehlt mir die Zeit. Der Mäusepapa bekommt schon lange keinen Kalender mehr und meine Kinder wollen ohnehin nur den mit Schokolade. Der Pixibuch-Kalender aus dem letzten Jahr war ja „okay“, aber Schokolade ist „vieeeeel besser„. Selbst wenn ich Spaß daran hätte, würde ich mich hüten, einen Kalender selbst zu basteln. Da schreckt mich doch die enttäuschte Mama aus der KiTa, deren Töchterlein alle -und ich meine wirklich alle-  liebevoll gefalteten, beklebten, bestempelten und sorgsam befüllten Tütchen an einem Abend geplündert hatte.

Hinzukommt auch, dass ich zwar meine eigenen vorweihnachtlichen Termine drastisch zusammenstreichen konnte, dafür aber die Termine der Kinder zunehmen. Und ich bin der Meinung, wir nehmen nur die wichtigsten wahr. Viele lassen wir schon jetzt einfach ausfallen und trotzdem füllen die verbliebenen Events noch das halbe Kalenderblatt im Dezember.

Da gibt es vorweihnachtliches Adventssingen mit dem Chor, Projekttage und -wochen in der Schule, Elternnachmittage in der Klasse, Musicalbesuche mit Kurs 1, Konzerttag mit Kurs 2; und weil das alles noch nicht genügt, müssen zu jedem der Anlässe bestimmte Dinge mit- und verschiedentliches Elternengagement eingebracht werden. Gleichzeitig ist an den Projekttagen auch ein von den übrigen Tagen abweichender Schulbeginn zu beachten und um es schön schwer zu machen, passt dies nicht zum morgendlichen Ablauf mit Maus und Mäuserich. Und falls auch das noch zu „easypeasy“ klingt, werde ich in der Zwischenzeit krank. Wann ich das letzte Mal den ganzen Tag im Bett gelegen habe, weiß ich nicht mehr. Eigentlich bin ich ja auch nie krank. Eine Mama ist einfach nicht krank.

Trotzdem gehen wir natürlich alle mit zum vorweihnachtlichen Singen, denn die Maus ist so stolz darauf. Und natürlich bringen wir sie auch noch zur spontanen Spieleverabredung und holen sie wieder ab, während wir zwischendurch die Minimaus und den Mäuserich von der KiTa zum Impfen und nach Hause befördern. Die regulären Freizeittermine finden im Übrigen wie üblich statt. Der Mäusepapa weiß schon gar nicht mehr, wann er bei all den nebenberuflichen Terminen überhaupt noch (freiberuflich) arbeiten soll und ich bin mal wieder dankbar für meinen verständnisvollen Chef und meine reduzierten Wochenstunden im öffentlichen Dienst.

Mir wird ganz schwindelig, wenn ich bedenke, dass dies nur die Eckdaten für ein Kind sind. Ich weiß nicht, wie ich das alles koordinieren soll, wenn es irgendwann dann mal alle drei Kinder betrifft. Im Moment sind Minimaus und Mäuserich noch sehr genügsam.

Ich bin trotzdem ganz optimistisch und begründe meinen derzeit holprigen Seelenzustand mit dem gerade erst absolvierten Umzug, dem Berufs(wieder)einstieg und vor allem mit dem Alter der Kinder. Ganz sicher wird es in meinem Leben noch eine Zeit geben, in der ich mit meinen Kindern in Ruhe Plätzchen backen, basteln, lesen und Hörbücher anhören kann. Ich hoffe sehr, dass mir die Mütter mit älteren Kindern das bestätigen können. Notfalls lügt mich bitte schamlos an, alles andere ertrage ich gerade nicht.

Ich warte sehnlichst darauf, dass die Maus ihre Termine einmal alleine wahrnehmen kann, der Mäuserich sich doch mehr von der Oma betüddeln lässt und die Minimaus eine ausgesprochene Papaphase bekommt. Bis dahin trinke ich „Punsch“ und warte einfach mal ab,…..während mir die quengelnde Minimaus am Hosenbein hängt, der Mäusepapa die „Neues-Sofa-Frage“ besprechen will, der Mäuserich einen Schreikrampf bekommt, weil sein Lieblingsauto nicht zu finden ist und die Maus, ja wo ist die eigentlich?

Ps: Die Maus war, ohne sich abzumelden, bei ihrer Freundin eine Etage über uns.

 

Drei Kinder und eine Beerdigung

Wnsche und Trume: Glckwunschkarte oder Konzept mit Stein

Vor der Beerdigung meines Schwiegervaters kam bei mir die Frage auf, ob wir den Kindern einen Trauergottesdienst zumuten können. Mein Schwiegerpapa war immerhin ihr Opa, er wurde geliebt, geschätzt und wird sehr vermisst.

Wir beschlossen letztlich, sie mitzunehmen-alle drei. Zum einen hätte sonst jemand von uns  wegen der Kinderbetreuung nicht dabei sein können und zum anderen könnte es für die Mäuse später einmal wichtig sein, dass sie sich vom Opa verabschiedet haben. Wir hatten zwar auch einen Plan B, falls wir die Trauergäste mit den Kindern stören würden, aber die Minimaus hat es ohnehin noch nicht verstanden und verschlief die Trauerfeier im Tragetuch. Der Mäuserich war traurig, fand die Grabrede und die stille Atmosphäre im Gottesdienst jedoch so entspannend, dass auch er auf Papas Arm einschlief und erst zum Ende hin wieder wach wurde. Der Maus war es tatsächlich wichtig, dabei zu sein, vom Opa noch einmal zu hören, über ihn zu reden und ihm Blumen und selbst gemalte Bilder ans Grab zu bringen. Für sie war es ein trauriger, aber auch ein klarer Weg, um sich von ihm zu verabschieden.

Im Nachhinein denke ich, es war gut, dass wir alle zusammen dabei waren. Wie haben mit den Mäusen vorher besprochen wie die Trauerfeier ablaufen wird und reden auch jetzt noch viel über den Opa, über Verlust und Abschied, über den Himmel und wie das Leben nach dem Tod so aussehen mag. Meine Mäuse haben noch eine vereinfachte Vorstellung. Der Opa ist jetzt im Himmel auf einer Wolke (zusammen mit ihrem Uropa und seiner Katze), guckt uns beim Leben zu und beschützt uns im Alltag. Er ist zwar nicht zu sprechen, aber man kann an ihn denken und er denkt an uns. Das lässt uns den Verlust nicht vergessen, aber die Mäuse können mit ihm umgehen. Sie haben zudem einen recht pragmatischen Ansatz der Trauerbewältigung für sich gewählt. Maus und Mäuserich begannen gleich nach der traurigen Nachricht, den Opa zu malen, Fotos von ihm anzuschauen, über gemeinsame Erlebnisse zu sprechen, aufzuzeichnen, was der Opa jetzt nicht mehr machen kann (zusammen mit ihnen Blumen gießen, mit ihnen durch den Garten laufen oder Fußball spielen) und für die Oma Erinnerungsgeschenke zu basteln. Die Trauerfeier war dann für sie eine logische Fortsetzung dessen.

Die übrigen Trauergäste hat es nicht gestört, die Familie fand es selbstverständlich und uns tat es gut, gemeinsam Abschied zu nehmen. Wir haben natürlich darauf geachtet, dass wir die Umstände altersgerecht erklären, der Sarg nicht mehr offen ist und auch niemand den Mäusen Fotos vom verstorbenen Opa im Sterbebett zeigt (alles schon erlebt). Wir haben auch möglichst vermieden, unheimliche Bilder im Kopf der Kinder zu erzeugen wie die Vorstellung vom lebend begrabenen Opa unter der Erde oder die Idee, dass der Opa im Grab frieren muss. Diesbezüglich haben wir uns die Freiheit genommen, nahe an der Wahrheit zu bleiben und ihnen dennoch ein „Happy End“ zu vermitteln, in dem der Opa zB schon längst im Himmel ist. Ich denke, das ist in diesem Kindesalter nicht nur legitim sondern sogar notwendig.

Mir jedenfalls ist es wichtig, dass die Mäuse sich ihren Glauben an Gott und ein Leben nach dem Tod so lange es geht bewahren. Daher fand ich es sehr berührend, als die Maus mich heute morgen fragte, ob ich an Gott glaube. Als ich bejahte und eine ihrer Freundinnen dazu meinte, einen Gott gebe es nicht, antwortete meine Maus glasklar:

„Wenn man an ihn glaubt, dann gibt es ihn auch.“