Geschenkideen für große Mädchen

So, morgen ist es nun also soweit. Meine Maus wird 9!!!! Wann ist das denn nur passiert? 9 Jahre bin ich schon Mama. Was für eine irre Zeit das in den Anfängen war. Ich kann mich genau daran erinnern, dass ich mich vollkommen verloren fühlte. Damals im Angesicht dieses kleinen Bündels Mensch. Der Mäusepapa ging irgendwann auch mal wieder in seine Ein-Mann-Kanzlei und ich hatte Sorge, den Tag allein mit einem Baby nicht zu schaffen. Mein Blick beim morgendlichen Abschied muss Bände gesprochen haben, denn er strich mir sanft über die Wange und meinte: Wenn die Maus am Ende des Tages noch lebt, dann hast Du Deine Sache gut gemacht. Das sollte nicht etwa heißen, dass er mir nicht zutraute, mich um unser Baby zu kümmern. Im Gegenteil, damit hatte er mir auf seine Weise gesagt, dass er keinerlei Erwartungen an mich hatte. Ich musste nicht putzen, kochen oder irgendwelche anderen scheinbar wichtigen Dinge erledigen. Ich sollte mich nur ein paar Stunden so gut es eben ging, um dieses neue Menschlein kümmern. Alles andere würden wir dann schon gemeinsam regeln.
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Mama ist abgestillt

Breast feeding vector sign.

Es ist soweit. Minimaus hat sich selbst abgestillt und damit geht eine Ära zu Ende. Dies war mein letztes Stillkind. Ich bin erstaunt, dass es auf einmal so schnell ging. Gerade habe ich mir noch Gedanken gemacht, wie ich aus der Nummer mit dem nächtlichen Stillen wieder herauskomme. Denn ich wollte es der  Minimaus nicht gar so schwer machen. Und dann erledigt sie das von selbst. Sie hat damit ein paar Wochen länger gebraucht als ihre Geschwister aber letztlich hat sie es wie die anderen beiden alleine geschafft.

Tja, und nun? Jetzt kann ich wieder Wein trinken und den Mäusepapa nachts zum Schnullersuchen schicken und theoretisch könnte ich jetzt auch mal ein/zwei Tage verreisen. Hm, da kommen wieder ungeahnte Möglichkeiten auf mich zu.
Mal sehen, was ich daraus mache.

Aber erst einmal trauere ich noch ein ganz kleines bisschen um das Ende aller Stillzeiten.

 

 

Kind krank (schon wieder)

Teddy bear

Da ist es also wieder – das Vereinbarkeitsproblem. Gerade läuft es einigermaßen – denke ich – und dann ist eins der Kinder krank. So geht es mir wohl zukünftig öfter mal als dreifache Mama. Da bin ich –schwupps- schon wieder mal eine Woche nicht im Büro, muss einer Kollegin meinen Lieblingstermin überlassen und glänze auch ansonsten mit Abwesenheit. Und wenn ich mir meinen Kalender so ansehe, dann ist meine „Verfügbarkeit“ im Büro seit meinem Wiedereinstieg Ende Oktober erheblich gesunken.

Da musste ich dann doch schlucken, bevor ich gerade mal 5 Tage nach dem Ende meines Weihnachtsurlaubs die Krankmeldung einreichte und mich zur Pflege meiner kranken Minimaus schon wieder ins häusliche Umfeld abmeldete. Zum Glück ist mein Chef ein sehr seltenes, gutmütiges Exemplar und ohnehin der Ansicht, man könne mit drei Kindern eigentlich nicht mehr arbeiten. Im Moment entlastet mich diese Einstellung eher als dass ich um meine wohlverdiente Professionalität trauere. Führt das doch dazu, dass er es entspannt sieht und mir keine Dinge aufbürdet, die eine gewisse Dringlichkeit haben. Andererseits geht das zu Lasten der Verantwortung, die man mir überträgt und dass nagt denn nun doch an meinem Selbstbewusstein. Da weiß ich gerade gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Aber was kann ich tun? Momentan bin ich wohl mehr Mama als Juristin und das wird sicherlich den Winter über und in der Zeit, in der die Mäuse noch klein sind, so bleiben.  Zudem ist die Oma bei Engpässen zwar eine gute Aushilfe, aber wenn die Minimaus krank ist, will sie eben Mama oder Papa. Und dafür ist auch Homeoffice keine Alternative, denn die Minimaus ist noch zu klein, um nebenbei in Ruhe arbeiten zu können. Allenfalls während des Mittagsschlafs und dann noch abends, aber das genügt für die nötige Verfügbarkeit dann doch nicht, denn erstens ist die Minimaus krank und will betüddelt und versorgt werden und zweitens schläft sie nicht so viel am Stück, dass ich mich ausreichend auf die Arbeit konzentrieren könnte. Also dann doch eine Krankmeldung, um mich angemessen um die Minimaus kümmern zu können.

Immerhin kenne ich meine Rechte: Ich habe Anspruch auf 10 Krankheitstage pro Kind, weil es drei Kinder sind allerdings nicht mehr als 25 Tage insgesamt, in denen mich mein Arbeitgeber freistellen muss. Da ich Tarifbeschäftigte bin, bekomme ich für diese Fehlzeiten zwar keinen Lohn, statt dessen aber ein Krankentagegeld von meiner Krankenkasse. Der Mäusepapa ist zwar selbstständig, hat aber eine Krankenkasse, die ihm die selben Ansprüche gewährt. Wir können unsere Kinderkrankentage auch aufeinander übertragen, so dass wir also insgesamt 50 Kinderkrankentage für unsere drei Mäuse verteilen können, wie wir es brauchen.

Das klingt schon einmal gar nicht so schlecht. Trotzdem hoffe ich, wir müssen das auch dieses Jahr nicht ausschöpfen. Wenn ich Glück habe, kann ich mir die Krankheitstage mit dem Mäusepapa zukünftig besser teilen und ich werde selbst nicht so oft krank. Wenn ich noch mehr Glück habe, werden die Mäuse in den kommenden Wochen nicht mehr krank und ich schaffe es mit einer gewissen Zuverlässigkeit ins Büro. Vielleicht vergessen die Kollegen meinen „Fehlstart“ dann ganz schnell und es pendelt sich alles besser ein.

Ich singe jetzt einfach mal stur mein Mantra weiter: „Slow im Flow“.

 

Die Zeit war kurz, die Zeit war lang…

Foto (2)

 

… die Minimaus ist inzwischen schon 13 Monate alt und ihr erster Geburtstag liegt einen Monat zurück. Meine Elternzeit ist zu Ende, ich bin wieder im Büro und habe am Geburtstag der Minimaus ausgiebig das Mäuschen und auch mich gefeiert. Das Jahr war toll und ich bin froh, dass es vorbei  ist.

Nun ja, ich bin nicht froh im Sinne von „es-endlich-hinter-mir-haben“. Ich bin vielmehr erleichtert, dass alles ganz gut gelaufen ist, dass Minimaus nicht viel krank war, dass ich noch einmal die schönen Seiten dieser intensiven ersten Babyzeit erleben konnte, dass sich Mäuserich und Maus schnell in unsere Jüngste verliebt haben, dass wir unsere neue Familienkonstellation zu fünft ganz bald prima fanden, dass wir noch einmal viel reisen konnten, dass Minimaus den Kita-Start gemeistert hat und dass ich nun langsam wieder in den Büroalltag zurückfinde. Letzteres ist mit meinem Herzen nicht gar so leicht zu vereinbaren, da nützt mir auch nicht viel, dass ich grundsätzlich gerne arbeite und es immerhin das dritte Mal ist.

Ich hatte allerdings immer gemischte Gefühle, was mein Jahr zu Hause angeht. Einerseits wollte ich es genießen und noch einmal als besondere  Auszeit vom Berufsleben betrachten. Andererseits habe ich oft gespürt, dass ich nicht mehr so viel Geduld und Energie für ein Baby habe. Manchmal ertappte ich mich bei dem Gedanken, wie es wohl wäre, wenn nach dem Mäuserich kein Kind mehr gekommen wäre oder dieses Mal doch endlich der Mäusepapa zu Hause bliebe oder -und das gefällt mir besser- ich versuchte mir vorzustellen, wie es mit einer vierjährigen Minimaus dann so sein wird. Sie muss natürlich nicht schneller groß werden als die anderen beiden und ich werde die noch verbleibende Babyphase mit der Minimaus so gut es geht genießen.

Gleichwohl ist unser Alltag anspruchsvoller geworden. Es ist kräftezehrender, ein Baby und zwei größere Kinder zu koordinieren, (mal wieder) einen Umzug zu organisieren, nach einem Jahr ins Büro zurück zu kehren und mich selbst bei alldem nicht zu vergessen. Auch der Mäusepapa ist angestrengter und müder als sonst. Wir haben immerhin noch einmal mit dem Windeln wechseln angefangen, wir haben wieder von vorne über die sichere Eltern-Kind-Bindung und über die Frage nach der richtigen Betreuung nachgedacht, wir brauchen mehr als sonst die Unterstützung der Oma, wir planen viel mehr im Voraus, wir vergessen mehr und wir gehen abends früher schlafen.

Hinzukommt, dass uns die Endlichkeit des Lebens im Nacken sitzt. Wir kommen gefühlt aus der „Friede, Freude, Eierkuchen-Phase“ heraus in eine Lebensphase hinein, in der wir uns mehr als sonst von lieben, wichtigen Menschen verabschieden müssen, in der wir uns auch von manchen  Lebensplänen verabschieden müssen und in der wir irgendwo ankommen wollen oder für unsere Mäuse auch müssen. Wohnungswechsel werden schwieriger, wenn die Mäuse Wurzeln schlagen und in der gewohnten Umgebung bleiben sollen, das Reisen wird von den Zeitplänen der Schule und von der Urlaubsplanung im Büro beeinflusst, unsere beruflichen Pläne werden von der Verantwortung für nunmehr drei Kinder geprägt, manche Optionen bestehen schlicht nicht mehr. Das alles müssen wir jetzt gerade irgendwie „aushalten“ und in schwachen Momenten beneiden wir unsere Freunde mit „nur“ einem Kind.

Trotzdem, ich würde es immer wieder so machen und in guten Augenblicken, denken wir dann auch wieder an ein viertes Kind. Nein, nein, das wird es nicht mehr geben, denn das schaffen der Mäusepapa und ich nicht nochmal und wir werden ganz glücklich darüber sein, wenn unser Alltag sich allmählich wieder leichter anfühlt.

„Also, Du einjährige, fröhliche, süße Minimaus, auch wenn ich manchmal jammere, Du hast uns auf jeden Fall noch gefehlt und wirst Deine großen Geschwister noch ganz schön auf Trab halten. Uns wirst Du sowieso außer Atem bringen, aber Du wirst immer das Nesthäckchen sein und ganz viel und „dolle“ von uns allen geliebt. Wir sehen Dir gemeinsam beim Wachsen zu und freuen uns auf die kommende Zeit mit Dir.
Deine Mama“

Persönliches und Versöhnliches

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Ich bin gerade in so einer Stimmung….deshalb schreibe ich das jetzt mal auf. Nehmt mich aber bitte nicht allzu ernst, denn meine Gereiztheit ist sicher bald wieder verflogen. Für den Moment aber dies:

Auf manche Dinge ist man auch beim dritten Kind nicht besser vorbereitet und manches kann man inzwischen nicht mehr hören. Ich selbst kann zB die Frage nicht mehr hören, ob das Kind beim Stillen auch genug bekommt. Oder ob es nicht besser wäre, schon immer mal Eis, Kuchen, Sahne oder wahlweise Kekse zuzufüttern (kein Scherz, wurde alles schon angeboten).

Auch erkenne ich beim dritten Kind immer noch keine Fortschritte meines unmittelbaren Umfelds bei der Frage nach dem Tragen. Zum einen wird vermutet, dass das Kind nur deshalb gerade fremdelt, weil es von mir ausschließlich getragen wird (ich finde das einfach praktisch und laut Entwicklungskalender fremdelt in diesem Alter nahezu jedes Kind) und zum anderen isst es immer noch nicht ausreichende Breimengen, weil ich das mental gar nicht wirklich wollen würde. Nunja, bei letzterem bin ich tatsächlich entspannt, aber es wird mehr und immerhin sind wir inzwischen bei zwei und manchmal auch schon drei Breimahlzeiten am Tag. Und mal ehrlich, ich habe schon zwei Kinder bis zum ersten Geburtstag aus der Stillphase heraus bekommen, das wird mir auch jetzt gelingen, da bin ich mir sicher.

Worauf ich nicht vorbereitet war ist, dass mir die Frage der Fragen so oft gestellt wird. Viele (gefühlt sehr viele) Menschen wollen von mir genauer wissen, ob und warum das dritte Kind tatsächlich geplant war. Freunde fragen mich das zum Glück nie. Beim zweiten Kind hat mich das auch noch niemand gefragt, die Gründe für ein zweites Kind scheinen allseits bekannt zu sein. Bei einem dritten Kind sieht das wohl schon wieder anders aus, zumal ich ja schon ein Mädchen und einen Jungen habe (wurde wirklich schon so argumentiert). Ich sage jetzt noch mal ganz klar: JA. Es war geplant und es hat glücklicherweise auch nochmal alles geklappt. Drei Kinder sind manchmal irre anstrengend, aber dann auch irgendwie wieder nicht. Ich glaube, ich war auch bei einem und dann zwei Kindern voll und ganz ausgelastet. Das fühlt sich jetzt nicht anders an, nur dass da eben noch ein dritter Krümel zu versorgen ist und wir uns täglich auch zu diesem freuen.

Was ich auch nicht mehr so richtig gut kann, sind die Gespräche beim PeKiP. Ich entschuldige mich dafür, dass ich zeitweise keine gute Gesprächspartnerin bin, wenn es um Beikost, Schlafphasen, Abstillen oder Krabbelfortschritte geht. Ich erinnere mich durchaus noch genau daran, dass dies auch für mich bei der Maus alles furchtbar wichtig war und dass auch ich damals jede noch so kleine Information dazu aufgesogen habe. Ich kann das jetzt nicht mehr und  schweige daher meistens dazu. Man möge mir das verzeihen. Ich bin natürlich gerne bereit, meine persönlichen Erfahrungen auf Nachfrage zu schildern, wenn es helfen kann.

Was mich überraschenderweise jetzt ebenfalls nervt, ist die Erklärung für meinen Wiedereinstieg in den Beruf nach einem Jahr. Konnte sich manch einer meine Berufstätigkeit bei zwei Kindern noch vorstellen, so sehe ich inzwischen bei vielen ein Fragezeichen. Warum willst Du mit drei Kindern schon nach einem Jahr wieder arbeiten? Mein kürzliches Zwischengespräch mit meinem Chef hat mir das auch nicht gerade leichter gemacht. Er ist von der „alten Schule“ und auch der Meinung, dass eine Mutter mit drei Kindern nicht ins Büro gehört. Zum Glück sieht er mich aber durchaus als qualifizierte und gern arbeitende Juristin, so dass er mir nur immer wieder ans Herz legt, nach meinem Wiedereinstieg unbedingt das Gespräch mit ihm zu suchen, sollte mir manches doch zu viel werden. Das werte ich jetzt mal schlicht als Fürsorge eines ansonsten aufgeschlossenen und reflektierten Chefs. Was mir hingegen andere damit sagen wollen, weiß ich nicht so genau. Ich kann jedoch allen versichern, dass mein Mann mich nicht zwingt, nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen. Im Gegenteil, wir sind uns einig, dass wir die Zeit mit den Kindern gerecht teilen und er dann auch wieder mehr familiäre Pflichten übernimmt. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass es nicht schwieriger wird als es mit ein oder zwei Kindern war. Ich werde dann berichten.

Überhaupt nicht mehr hören kann ich allerdings den Ratschlag: „Genieße die Zeit noch, sie ist so schnell vorbei.“ Ja, das ist sie. Ich habe das schon zweimal erlebt und kann daher nur zustimmen, dass das erste Babyjahr rückblickend  betrachtet verfliegt. Steckt man jedoch mittendrin, ist es ein Langstreckenflug. Jeder Tag ist anders und manchmal einfach nur anstrengend. Dazu tragen bei uns zB gerade Fieberattacken beim Mäuserich, allabendliche Schlaflosigkeit bei der Maus, Entwicklungsschübe bei der Minimaus und meine Erschöpfung von der sommerlichen Hitze bei. Das alles ist wohl auch der Grund für diesen Beitrag heute und nun höre ich schon damit auf.

Zum versöhnlichen Abschluss nur noch dies:

Carpe diem…unser ist der Augenblick…Beginne jeden Tag als wäre er Absicht…Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen…Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen. Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus….