Bücherstapel im Juni oder kuschelig und große Liebe

Ich habe auch für den Juni ein paar neue Bücher auf dem Stapel neben dem Bett , im Bad, auf der Couch, in der Küche und in meiner Handtasche liegen. Für euch habe sie jetzt einmal alle eingesammelt und ein Foto gemacht. Und vorstellen möchte ich sie euch natürlich auch. Die Bücher meines Monats Juni… Ein paar Kinderbücher sind auch dabei, denn beim abendlichen Vorlesen habe ich das ein oder andere davon schließlich in der Hand. Also auch gleich mal rauf auf den Bücherstapel damit. Und los geht es (von oben nach unten):

*Die große Olchi-Hörbuchbox 2 von Erhard Dietl

48033536-00-00Oetinger Media GmbH, 4 CDs, ca. 277 min., € 12,59 (ab 6 Jahre)

Die durfte in unserem Haushalt auf keinen Fall fehlen. Der Mäuserich steht den Olchis manchmal in Nichts nach (beim Rülpsen kann er gut mithalten). Aber zum Glück für uns alle badet er auch am Ende dieser Hörbuchbox noch gerne. Eines ist ganz klar, er liebt die Olchis und ich gebe zu, inzwischen mag ich sie auch. Sie sind zwar ein Alptraum für meine Bemühungen, etwas Benehmen am Abendbrottisch einzuführen, aber das Unangepasste, Eigensinnige und Humorige der Olchi-Geschichten tut uns allen gut. Und immer ist auch jede Menge Wissenswertes und Spannendes dabei. In dieser Hörbuchbox reisen die Olchis zum einen nach Arabien, um mit dem Tierforscher Gustav Grünspecht einen Tigerhai zu fangen, und geraten zum anderen in den Bann eines Zauberers, der alle unter Hypnose setzt und vor allem Oma Olchi dazu bringt, ein sauberes Kleid anzuziehen und frische Zwiebeln zu essen. Das ist einfach ungeheuerlich und abenteuerlich und lustig und… ach, hört es euch doch selbst an…..Viel Spaß!
*Fünf Viertelstunden zum Meer von Ernest van der Kwast

44253299-00-00btb Verlag, Taschenbuchausgabe, 96 Seiten, € 9,99

Dieses Buch ist mit seinen knapp 90 Seiten eigentlich ein Büchlein. Doch ich habe jede einzelne Seite geliebt. Ein einziger Abend ist dafür viel zu wenig und deshalb lese ich es gerade ein zweites Mal. Und das kommt ganz selten vor. Ernest van der Kwast erzählt wunderschön die Geschichte einer Liebe, die keine Chance bekam und nun nach 60 Jahren wieder da ist oder immer noch da ist. Ezio erlebt seine erste Liebe im Juli 1945 am Meer in Italien. Doch mit gebrochenem Herzen geht er fort und wird Apfelpflücker in Südtirol. Mir stockte der Atem als Ezio nun 60 Jahre später von seiner damaligen Liebe einen Brief erhält. Ich hatte das Gefühl, Parfüm und Pasta zu riechen, das Meer rauschen zu hören und Äpfel zu schmecken. Ich hörte sogar Ezios Herz brechen und betete seitenlang, dass alles gut wird, das diese Geschichte endlich die Geschichte von Ezio und Giovanna wird. Sätze wie: „Das hätte ihre Geschichte sein können. Die Geschichte, die Ezio und Giovanna ihren Kindern hätten erzählen können, und den Kindern ihrer Kinder. Die Geschichte, die sie immer verbinden würde. Aber dies ist eine andere Geschichte.“ oder „Es war Ende Oktober, das Wasser war zu kalt zum Schwimmen, dennoch tauchte Giovanna Berlucchi und verschwand im Meer. Ezio blieb allein mit seiner Frage zurück, die von drei Wellen ausgelöscht wurde.“ oder „Dann kam die Sehnsucht. Die Sehnsucht, die allmählich wächst, wenn sie nicht gestillt wird, die immer stärker wird, solange Fragen bleiben. Die Sehnsucht, die endlich aus dem tiefen Brunnen der Vergangenheit emporgestiegen war.“. Ach Mensch, diese Sätze tun irgendwie auch weh. Die kann man doch nicht aus der Hand legen, oder?
*Raketenmänner von Frank Goosen

44232093-00-00Kiepenheuer & Witsch Verlag, Taschenbuchausgabe, 240 Seiten, € 9,99

Frank Goosen erzählt in seinem Buch Geschichten von Männern über Männer für Männer! Vom Älterwerden, vom Vergleichen der Vergangenheit mit der Gegenwart, vom Einsamsein. Auf den ersten Blick also nichts für Frauen! Und dann wieder doch, weil es urkomisch, wahnsinnig ehrlich, nachdenklich und auf den Punkt gebracht ist. Lesen!

*Hygge von Louisa Thomsen Brits

47877945-00-00Mosaik Verlag, gebundenen Ausgabe, 192 Seiten, € 16,00

Noch ein Buch über Hygge?  Inzwischen müsste ich doch alles darüber wissen. Dieses kleine, aber feine Büchlein hat es mir dennoch angetan. Liusa Thomsen Brits erklärt darin noch einmal ganz genau, wie die Dänen seit Jahrhunderten Hygge in den Alltag integrieren. Sie zitiert darin viele kluge Gedanken und schreibt auch selbst ganz wunderbar klar, was Hygge im Alltag ausmacht. Unterteilt ist es in Kapitel wie Zugehörigkeit, Rückzugsorte, Gemütlichkeit, Wohlbefinden, Einfachheit und Achtsamkeit. Es werden viele Beispiele und Situationen aufgezeigt, in denen man es sich hygge machen und damit Wohlbefinden schaffen kann. Das Lesen des Buches an sich hat mich schon positiv gestimmt und es passt ganz hervorragend zu meinem aktuellen Vorhaben, mir mehr Zeit für mich zu nehmen und mich mit schönen Dingen zu befassen. Ein kleiner Bücherschatz in Sepia.
*Den Mund voll ungesagter Dinge von Anne Freytag

47877906-00-00Heyne Verlag, Paperback, 400 Seiten, € 14,99 (ab 14 Jahre)

Dieses Buch war länger schon auf meiner Leseliste und eigentlich ist es ein Jugendbuch. Mich hat der Titel trotzdem neugierig gemacht, zurecht wie ich finde. Es ist ein umwerfendes Buch, ein echter Glücksfall. Die grandiose Sprache, die Melancholie, der Humor – da steckt einfach das Leben drin! Die beiden Hauptcharaktere sind unglaublich authentisch. Sophie und Alex – beides Mädchen und Teenager – haben ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden. Und das kann ich so gut nachempfinden, denn in ihre Situation kann jeder immer wieder kommen. Aus dem bisherigen Leben durch die äußeren Umstände herausgerissen, ohne Vorbereitung in ein neues Umfeld geworfen. Die Fragen, die sich einem da stellen, die Wut, die Unsicherheit, das Wer bin ich und was will ich?. Das kennt doch JEDE/R von uns. Die Geschichte lies mich jedenfalls nicht so schnell wieder los.

*Stresst ihr noch oder liebt ihr schon? von Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer

45244511-00-00Gütersloher Verlagshaus, gebundene Ausgabe, 192 Seiten, € 17,99

Zuerst dachte ich, na toll, schon wieder so ein Vereinbarkeits- gehtdoch – oder – gehtebennicht – Buch. Davon habe ich schon soooo viele gelesen. Und nach den ersten Zeilen, hätte ich es am liebsten weit weg gelegt, denn da vergleicht uns doch die Alexa Hennig von Lange in ihrem Vorwort tatsächlich mit Kolumbus dem Entdecker und erinnert mich daran, dass ich mich für meine Familie selbst entschieden habe und mich niemand dazu gezwungen hat, Mutter zu werden. Mehr noch, sie fordert mich auf, niemals klagend das Steuer aus der Hand zu geben. Ich gebe zu, an der Stelle, habe ich das Buch tatsächlich erst einmal aus der Hand gelegt, denn ich war so gar nicht in der Stimmung, mir sagen zu lassen, dass meine Mutterschaft mit all der Erschöpfung, Fremdbestimmung und Dauerpräsenz eine glorreiche Seefahrt sein sollte. Das empfinde ich schlichtweg nicht so. Aber nun war ja dieses Buch schon mal da und deshalb habe ich es dann noch einmal aufgeschlagen und bin ganz froh darüber.

Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer erzählen in „Stresst Ihr noch oder liebt Ihr schon?“ witzig und charmant, wie sie durch fünf Kinder, Patchwork, Karriere und Partnerschaft zu mehr Freiheit gefunden haben. Sie berichten aus ihrem Alltag, von ihren Gedanken und Erwartungen und beschreiben, wie jede kleine und große Herausforderung – Feminismus, Singlesein, Abenteuerlust, durchwachte Babynächte, Pubertät, Liebeskummer, umgekippte Saftgläser und Schwiegermütter – sie zu den Eltern gemacht haben, die sie heute sind. Ob sie uns nun die vielversprochene Lösung aus dem Elternstress präsentieren, wage ich zu bezweifeln. Sie haben für sich eine Lösung gefunden, ihren Familienalltag zu leben, und dabei Glück und zeitweise auch Entspanntheit zu verspüren. Das ist schön. Ich selbst muss da trotzdem noch meinen eigenen Weg finden. Aber es tut gut zu lesen, dass der Weg manchmal eben auch das Ziel ist.

*P.F.O.T.E. – Ein fast perfekter Hund von Bettina Obrecht

47877749-00-00cbj Verlag, gebundene Ausgabe, 176 Seiten, € 12,99

Okay, der Mäuserich ist infiziert. Er will jetzt einen Hund. Und zwar so einen wie P.F.O.T.E. Und der ist auch wirklich niedlich und vor allem liebenswert, genau wie die Geschichte:  Für die Geschwister Flip und seine Schwester Janne ist klar, es gibt ihn, den einen Hund! Bedauerlicherweise wollen ihre Eltern keinen haben. Sie finden ihn zu teuer und zu pflegeaufwändig. Vor allem bedeutet er zu viel Verantwortung. Und dann läuft ihnen P.f.o.t.e über den Weg. Der ist aus einer Forschungseinrichtung geflohen, in der der perfekte Hund gezüchtet werden soll. P.f.o.t.e kann natürlich mit Menschen sprechen, und nachdem klar ist, dass er von den Labormitarbeitern gesucht wird, setzen die beiden Kinder alles daran, P.f.o.t.e zu einem freien Leben zu verhelfen. Und vielleicht wird er ja doch noch ihr Hund? Das Buch ist abenteuerlich, witzig und knuffig illustriert. Ich finde es nicht nur für Kinder ab 8 Jahre geeignet. Zum Vorlesen war es auch jetzt schon für den Mäuserich (5 Jahre) ganz prima.

*Meja Meergrün – Das geheimnisvolle Meeresleuchten von Erik Ole Lindström (Band 1 als Hörbuch, nicht auf dem Bücherstapel im Bild)

47877841-00-00cbj audio Verlag, Hörbuch (ungekürzte Lesung, inszeniert mit Musik), 2 CDs, 156 Minuten, € 8,39

In einem runden Haus, tief in einer magischen Unterwasserwelt, lebt das Meermädchen Meja Meergrün. Ihre Eltern sind auf einer geheimen Mission unterwegs sind – nicht zum ersten Mal – und Meja ist ganz allein. Aber so allein ist sie schon bald nicht mehr, denn sie entdeckt eines Tages ein geheimnisvolles Päckchen vor ihrer Tür. Die Kummerkröte Padson, eine weise Meeresschildkröte, steckt darin und leistet Meja von nun an Gesellschaft. Auch der sprechende Seestern Lilli ist noch da. Und dann geht es schon los mit dem Abenteuer, in dem es um nichts geringeres als um die Rettung der Welt geht. Dafür muss Meja die gemeine Wasserhexe Siri überlisten und das Licht in die Unterwasserwelt zurückbringen.

Das Abenteuer von Meja ist nicht gerade eine Gute-Nacht-Geschichte. Die Maus ist mit ihren inzwischen 9 Jahren wohl eher zurückhaltend, was Spannung und Abenteuer anbelangt. Für sie ist das Hörbuch deshalb auch bei Tageslicht noch zu aufregend. Den Mäuserich interessiert das schon eher, nur versteht er leider noch nicht alles. Die Altersempfehlung ab 8 Jahre halte ich daher für zutreffend. Ich vermute, wir hören uns die Geschichte auf jeden Fall noch zu Ende an, das aber gemeinsam. So kann ich dem Mäuserich ein paar Dinge erläutern, der Maus die Hand halten und selbst die tolle Stimme und den Gesang von Anna Thalbach genießen. Sie spricht das Hörbuch mit viel Freude und Hingabe. Es macht Spaß, der Geschichte um die chaotische, verrückte, neugierige und eigensinnige Meja zu lauschen. Eine schöne Unterwassergeschichte mit viel Herz und Abenteuer.
*Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert (nicht auf dem Bücherstapel im Bild)

47878142-00-00Diana Verlag, gebundene Ausgabe, 224 Seiten, € 17,99

Dieses zauberhafte Werk hätte ich beinahe nicht wieder gefunden. Das Buch hatte sich einige Zeit lang in unserem Bücherregal versteckt. Aber nachdem ich es aus einer dunklen Ecke wieder herausgezogen hatte, war es um mich geschehen. Es traf mich voll ins Herz. Im schönen und zum Glück wirklich nicht kitschigen Sinne. Ich kann verstehen, dass es auf der Spiegel-Bestsellerliste landete (obgleich sie meinen Lesegeschmack oft nicht trifft, dieses Mal schon): Marcel und Marguerite sind sehr verschieden. Für Marcel zählt nur die Freiheit und für Marguerite sind Regeln unabdingbar. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel auf einer Kur aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Und schon bald stellt sich die Frage nach einer neuen Liebe. Wagen sie sie? Ich will gar nicht viel darum herum schreiben. Lest einfach mal darauf los.

*Unser Kunterboot -Das Ding mit der faulen Paula von Stephanie Schneider (nicht auf dem Bücherstapel im Bild)

47877556-00-00cbj Verlag, gebundene Ausgabe, 160 Seiten, € 12, 99

Der Maus, dem Mäuserich und mir hat schon der erste Teil Unser Kunterboot- Sommer der Geheimnisse sehr gut gefallen. Da war es naheliegend, jetzt den zweiten Band zu lesen. Und auch dieser hat uns nicht enttäuscht. Die Geschichte hat alles, was eine 9jährige und ein 5jähriger zur abendlichen Unterhaltung brauchen. Sie ist charmant, witzig, raffiniert und spannend. Und sie hat eines, was Maus und Mäuserich gleichermaßen fesselt. Sie ist eine Detektivgeschichte: Jonna will ihrem Bruder Tomek beweisen, dass sie als Detektivin mindestens so begabt ist wie sein Serienheld Charlie Paletti. Und natürlich bietet sich schon bald eine Gelegenheit dazu: Wer ist die geheimnisvolle Taxifahrerin Paula, nach der Krösus sein Hausboot „Faule Paula“ benannt hat und die schon vor Jahren spurlos verschwand? Beim Enträtseln hilft auch Bene, das Schachgenie aus Jonnas Parallelklasse. Ob ihr die Elfen genauso elfen können? Oder kommt es doch eher auf logisches Denken an, wie Bene meint? Am Ende lösen sie das Gehemeimnis gemeinsam und ich hatte mit Maus und Mäuserich mehrere Vorleseabende lang so richtig Spaß!

 

Und was lest ihr so im Juni?

Der Mai 2017 (und was ihn bunt gemacht hat)

Was so los war
Wir haben im Mai zwei Geburtstage gefeiert. Den 9. Geburtstag der Maus und den 3. Geburtstag meines Blogs. Weil ich so ungern backe – im Gegensatz zu der Maus – wurde ihre Geburtstagstorte eine Eigenkreation aus Kerzen und Coppenrath & Wiese. Die Maus hat die Torte trotzdem geliebt. Dann sind wir ein Wochenende nach Berlin gefahren. Zu meiner kleinen Schwester. Zuerst dachte ich, das wird anstrengend und ich bin noch nicht wieder ganz gesund und deshalb war es irgendwie auch keine gute Idee. Am Ende war es das Beste, was wir fünf im Mai zusammen gemacht haben. Das Schlimmste in diesem Monat war die Krebsdiagnose meiner Freundin. Nach der ich sie am liebsten nicht mehr aus dem Arm gelassen hätte und mir klar wurde, wie wenig ich ihr zu helfen weiß. Wirst Du mir sagen, wenn ich was für Dich tun kann?, habe ich sie deshalb nur gefragt. Und dann haben wir darüber gesprochen, wann ihr wohl die ersten Haare ausfallen werden und ob sie sich vor Beginn der Therapie eine Kurzhaarfrisur schneiden lässt. Nur darüber haben wir geredet und über die kommenden Geburtstagsfeiern unserer Töchter und über den neuen Spielplatz und über die Elster auf der Wiese vor dem Balkon. Über alles, was ganz nah liegt.

Was ich sein und haben möchte
Ach so vieles… Ich möchte mehr ich sein. In meiner Komfortzone sein. Lesen, Tee trinken, schreiben. Überhaupt eine eigene Schreibecke haben. Mit einem Fenster zu dem ganzen Grün vor unserem Haus und zu den Lichtern, die spät abends so hübsch blau und rot und golden an den gegenüberliegenden Balkonen leuchten. Und an der Wand hinter dem Schreibtisch will ich Drucke und Postkarten aufhängen. Und vielleicht stelle ich mir auch einen Sessel daneben und dann möchte ich genau dort in meiner eigenen Ecke sitzen und schreiben und lesen. Das macht mich ruhig und friedlich. Ich möchte viel öfter ruhig und friedlich sein.

Schönster Moment
Als ich mit der Maus nach der Schule Waffeln essen war. Einfach so, nur wir beide. Wir haben Vanilleeis und heiße Kirschen gegessen und uns die selbst gemalten Einladungskarten für ihre Geburtstagsparty angesehen (wir feiern jetzt im Juni nach). Sie hatte für jeden Gast einen Geschenkewunsch dazu geschrieben. Von der Hälfte der Kinder wünscht sie sich ein Kuscheltier. Von der anderen Hälfte Seile, Karabinerhaken, Stickeralben und Harry Potter Teil 3. Von der Minimaus und dem Mäuserich wünscht sie sich: Dein Lachen.

Als ich ein paar Tage später dann bei einem Eröffnungskonzert die Maus auf der Bühne singen hörte. Das war am Tag der offenen Tür der Musikschule. Sie stand mit nur sechs Kindern da oben und sah so verlegen aus. Und doch so stolz. Sie war ganz genau da, wo sie ein wollte. Ich saß in der vorletzten Reihe zwischen all den Eltern und fühlte mich ein klitzekleines bisschen verloren. Und mamagefühlig. Beides gleichzeitig. Danach mussten wir erst einmal ganz viel Erdbeertorte futtern.

Als wir uns in der Einzimmer-Wohnung meiner Schwester in Berlin aus Matratzen und Isomatten ein Bettenlager gebaut haben und wir alle sechs wie in einer kuscheligen Höhle dort übernachteten. Meine Schwester las abends Gute-Nacht-Geschichten und morgens gab es ein Picknick auf dem Fußboden aus Blaubeeren und Himbeeren, frischem Kaffee und warmen Brötchen. Die Kinder fanden es wundervoll. Und ja, es war wundervoll. Richtig gute Tage.

Als uns klar wurde, dass es in unserem Vogelhäuschen auf dem Balkon nicht etwa  deshalb still wurde, weil die Vogeljungen gestorben sind, sondern weil sie schon flügge wurden.

Als der Mäuserich von seinem Taschengeld ein Skateboard gekauft hat, weil die Maus eins zum Geburtstag bekam. Und als sie dann zusammen das Skaten geübt haben. Erst nur in der Wohnung, später dann auf der Skaterbahn hinter dem Haus. Die Minimaus hat sich auch ein paar mal auf das Board gesetzt und sich vom Mäuserich schieben lassen.

Als die Maus zu ihrem Geburtstag für die gesamte Schulklasse 3c Kekse gebacken hat. Und als sie selbstgebastelte Kärtchen mit einem Smiley und der Aufschrift Liebe/r…. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag in der Nachbarschaft verteilt hat.

Als der Mäuserich mit der Minimaus auf dem Flohmarkt Händchen hielt.

Als die Minimaus plötzlich Appe sagte (Apfelmus und Apfel).

Gefunden und nicht mehr aus der Hand gegeben
Eine Auswahl aus diesen Postkarten und das Notizbuch von odernichtoderdoch.de. Sie sind so schön. Sie machen mich ein klein wenig glücklicher. Genau wie mein neues Breton-Shirt in der Farbe Ananas von Boden. Diese Farbe… Und dieses Kleid wünsche ich mir. Vielleicht für den nächsten Urlaub?

Gerne geguckt, gelesen, gehört, geklickt (oder was ich noch lesen will)
*Immer noch Das Happiness-Projekt von Gretchen Rubin, das so unheimlich gut zu meiner momentanen Lebenssituation passt, denn das Leben hat mich aus der Bahn geworfen und dieses Buch holt mich da ab, wo ich gerade bin. Auf der Suche nach mehr Leichtigkeit und Sinnhaftigkeit.
*Das Buch Stresst ihr noch oder liebt ihr schon von Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer, von dem ich erst dachte, oh nein schon wieder so ein Vereinbarkeitsbuch, in dem jeder weiß, was geht, oder vielmehr, dass es eben nicht geht. Aber dieses hier ist anders und lesenswert und irgendwie sehr beruhigend unperfekt.
*Den Film La La Land, der mich nicht umgehauen hat wie erwartet. Er ist so oft so hoch gelobt worden. Ich fand ihn tatsächlich ganz unterhaltend und zum Glück sehe ich Ryan Gosling auch gern beim Singen und Klavierspielen zu. Ansonsten ist das Singen und Tanzen doch eher Geschmackssache.
*Der Film Harry Potter und der Stein der Weisen. Oh ja, ich bin jetzt mit der Maus bei ihrem ersten Harry Potter Film angekommen und wir haben ihn beide mit dem Mäuserich zusammen mit Spannung und Freudenjubel gesehen. Es ist so toll, ihnen beim Filmschauen zuzusehen.
*Kreise von Johannes Oerding. Das höre ich gerade gern.
*Was noch auf meiner Leseliste steht: Alles inklusive von Mareice Kaiser. Mit etwas Glück höre ich ihr diese Woche sogar beim Vorlesen zu.
*Und dann noch das Buch Eine Nacht und alles von Kathrin Seddig, das mir eher zufällig in die Hände fiel und in dem es um die Überraschungen der Liebe, die Zerbrechlichkeit des Glücks und den Reiz des Neuanfangs gehen soll. Kennt es jemand von euch schon?
*Und es wartet auch noch Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert auf meinem Bücherstapel.
*Das passende Leben von Remo Largo hätte ich auch noch gern.
*In meiner Handtasche trage ich auch noch Wie man einen verdammt guten Roman schreibt von James N Frey mit mir herum. Dazu sage ich jetzt mal nichts weiter….
*Das Instagram-Profil von Marlene Soerensen, das mich von einem eigenen Modestil,  und das Profil vom Boutique-Hotel Henriette in Paris, das mich von Paris träumen lässt.

Wie war es bei euch im Mai? Ich hoffe, ihr hattet eine gute Zeit.

 

 

Coach, Beraterin, Mutter, Frau: Stephanie Hamann im Gespräch

Wenn ich eine Verschnaufpause brauche, dann bringt der Mäusepapa auch mal alle drei Mäuse alleine ins Bett. Wann es mal wieder soweit ist, kann der Mäusepapa inzwischen schon aus meinem Gesicht ablesen. Nachmittags holt meine Mama den Mäuserich und die Minimaus gerne aus der KiTa ab und liefert sie nach einem Abstecher zum Spielplatz wohlbehalten direkt zu uns nach Hause. Die Maus schafft den Heimweg aus der Schule schon allein. Das alles bringt mir eine halbe Stunde mehr für mein Lieblingsbuch und einen Kaffee in der Sonne auf dem Balkon. Alleine. Yeah…
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Die beste Mama, die ich sein kann

Das Thema Vollzeitmutter/Teilzeitmutter kursiert gerade wieder auf den Familienblogs. Auch ich habe schon sooooooo viele Gedanken dazu gehabt (und in meinem Blog darüber geschrieben, immer mal wieder). Der Mäusepapa hat nur einen Bruchteil solcher Gedanken. Seine Rolle als Vater ist ihm irgendwie klar. Jedenfalls klarer als mir das Muttersein. Na gut, ich bin immerhin seit 9 Jahren Mutter. Das müsste im Grunde ausreichen, um sich ein Bild davon zu machen. Von mir als Mutter. Tatsächlich war es genügend Zeit, um einige Entwicklungssprünge durch zu machen. Damit meine ich meine eigenen. Von OMG, ich gehöre zu meinen Kindern nach Hause! bis hin zu Ich halte das nicht aus, ich will arbeiten! ist schon alles dabei gewesen. Denn mit einem habe ich nicht gerechnet als ich Mutter wurde. Das mich das so überwältigt und gleichzeitig verunsichert.
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Kinderleichte Vollkornkekse

Die Maus hatte gestern ihren 9. Geburtstag. Und mit 9 weiß man schon ganz genau, was man seinen MitschülerInnen zu diesem besonderen Tag in die Schule mitbringen will. Und weil man mit 9 auch schon ganz alleine backen kann – jedenfalls mit der wunderbaren Kinderleichten Becherküche von Birgit Wenz – wurde vorgestern in unsere Küche fleißig gewerkelt, abgemessen, gerührt, gebacken und verziert. Ich durfte dabei sein, aber nur mit der Kamera. Und die Minimaus hat den ersten Keks verkostet. Mjamm, mjamm war ihre Meinung dazu.

Hier das Rezept (die Mengenangaben reichen für ca. 100 Kekse):

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360g Vollkornweizenmehl, 100g Haferflocken, 160g gemahlene Haselnüsse in eine Rührschüssel geben:

 

 

250g Margarine, 150g Honig, 1 Päckchen Backpulver, 2 Eier und 60 ml Milch dazu:


Alle Zutaten mit einem Knethaken verrühren. Den Ofen auf 200 °C vorheizen.


Mit einem Teelöffel den Teig aus der Schüssel nehmen und mit einem zweiten Teelöffel vom Löffel auf das mit Backpapier belegte Blech schieben. Das Blech mit den Keksen in den Ofen schieben und 10 Minuten backen lassen: 

 

Die fertigen Vollkornkekse mit Topflappen aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und nach Belieben dekorieren.

 

Und dann Genießen!

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Was übrig bleibt darf mit in die Schule!

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