Frühjahrsferien 2017 auf Mallorca (und was sie gut gemacht hat)

Familienleben
Unsere Ferien waren wunderschön. Wir hatten dieses wattig, fluffige Sommergefühl. Die  Sonne heizte uns auf und ließ die Sommersprossen blühen. Mehr brauchte es beinahe gar nicht, um uns zufrieden und glücklich zu machen. Ich habe es sogar geschafft, ein Buch zu lesen. Vorn vorne bis hinten in drei Tagen. Oder besser gesagt in den drei Schwimmbadbesuchen, in denen ich auf der Liege bleiben durfte. Und ich habe es geschafft, ganz, ganz viel nicht zu tun: Ich habe nicht aufgeräumt, nicht geputzt, keine Termine vereinbart, keinen Sport gemacht (außer mit Maus und Mäuserich im Hallenbad ein paar Bahnen zu schwimmen), kein Zimmer dekoriert, keine Zeile geschrieben, keinen Gedanken an die Arbeit gedacht.

Und von allem anderen habe ich möglichst wenig gemacht.  Die Tage begannen ineinander zu fließen. Die Zeit wurde langsam. Das tat soooo gut. Davon will ich mehr. Mehr Nichts. Auch zu Hause.

Fragen
Bleibt die Minimaus im Flugzeug alleine auf ihrem Platz sitzen? Warum streiten wir uns in den ersten Urlaubstagen mehr als sonst? Geht es wieder? Wollt ihr nicht noch ein bisschen schlafen? Was, es ist schon 11.00 Uhr? Wollen wir nicht aufstehen? Was, es ist erst 6.30 Uhr? Wer geht Brötchen holen? Ist noch ein Fleischbällchen da? Gehen wir heute wieder ins Schwimmbad? Gehen wir heute wieder ins Restaurant? Gehen wir heute wieder an den Strand? Darf ich ein Eis essen? Wie kann ein Vanilleeis nur so gut schmecken? Und warum ist das Eis hier eigentlich cremiger als zu Hause? Ist das Eis cremiger als zu Hause?

Momente
Diese Mango,  die aufgeschnitten so gelb leuchtet. Ich wette, sie kann im Dunkeln leuchten. Und diese Pflaumen. Ich habe noch nie solche Pflaumen gegessen. So gut, dass die Minimaus nacheinander 4 Stück verputzt hat (beinahe mit dem Kern) und seitdem jedes Mal aufgeregt DA, DA ruft, sobald sie eine Pflaume sieht. Auf den Felsen am Strand sitzen, Kieselsteine sammeln, uns die neuesten Muschelfunde zeigen (Oh, die Muschel ist aber klein. Ja Mama, aber trotzdem ganz toll.) und  darüber staunen, dass in den Schneckenhäusern kleine Krebse wohnen. Am ersten Abend nach der Ankunft den Satz verkraften Ich will wieder nach Hause. Sofort! Am letzten Abend vor der Abfahrt den Satz hören Ich will hier bleiben! Es ist sooo schön. Den Mäuserich lachen hören, weil ein Dino aus dem Urzeit-Ei schlüpft und endlich mal etwas richtiges passiert. Der Maus beim Tauchen zusehen. Dem Mäuserich  beim Schwimmen zusehen. Mit Schwimmflügeln und Hundekraulen. Aber auch mit so viel Freude, dass er gar nicht wieder aus dem Wasser will. Das erste Mal Ato (Auto) von der Minimaus hören. Und das zweite Mal OUWAWA, womit wohl die Maus gemeint ist. Wenn die Minimaus jeden Morgen zur Tür läuft und nach draußen will. Wir sind noch nicht einmal ganz angezogen, aber die Minimaus hat ihre neuen Schuhe und die Jacke auf dem Arm und will nach DA. Und wenn die Maus dann der Minimaus Jacke und Schuhe anzieht und beide Hand in Hand eine kleine, aber aufregende Runde durch die Anlage drehen. Abends im Restaurant Datteln im Speckmantel essen. Und am nächsten Abend wieder. Und am übernächsten auch. Auf die Frage Wollt ihr nicht endlich schlafen? die Antwort bekommen Noch nicht, erst müssen die Krallen vom Dino rot sein! Das perfekte Spiegelei braten, das eigentlich nur deshalb perfekt ist, weil die Pfanne in der Ferienwohnung so schlecht ist, dass mir jedes Ei zerläuft. Aber dieses eine bleibt heil. Und das ist so erstaunlich, dass wir unvermittelt in Jubel ausbrechen. Was mich auf einmal ganz leicht und gefühlig macht. Da muss ich dann gleich auch noch ein wenig weinen. Ich habe gar nicht gewusst, wie angespannt ich im Alltag doch bin. Die Minimaus am Strand mit dem Buggy ins Wasser schieben, weil sie die Wellen unter den Rädern lustig findet, Wasser aber so gar nicht mag. Deshalb zieht sie sich im Schwimmbad auch sicherheitshalber ihre Jacke und ihre Mütze nicht aus. Ihre Haare sind unter der Mütze schon nass geschwitzt, aber das ist kein Argument und deshalb muss der Mäusepapa mit ihr wieder hinaus gehen. Steine, Stöcker, Sand und Muscheln in der ganzen Ferienwohnung finden. Den Augenblick erleben, an dem einem der Sand im Bett egal ist. Weil es schließlich Meeressand und also kein Schmutz ist. Sich die Frage stellen, ob Kieselsteine und Muscheln im Flieger ins Handgepäck dürfen. Das Meer immer wieder fotografieren. Und jedes Mal ist das Blau anders und am  häufigsten ist es ein Türkis oder Grau oder doch ein Dunkelblau, ach einfach alle Blaus, die ich mir vorstellen kann. Auf den Klippen an der Küstenstraße zwischen Bunyabalfur und Andratx stehen und die Sehnsucht nach dem spüren, was größer ist als wir selbst.

(Wieder)Entdecktes
°
Die spanische Modemarke Sfera, immer noch schön gefunden und für die Kinder einen Großeinkauf zum Frühjahr/Sommer gemacht. Wir haben dafür sogar bei der Airline noch ein Gepäckstück nachgebucht.
°Diese Liebesgeschichte mit einem Happy End. Ach schön.
°Der Satz Ich muss nicht perfekt sein, ich darf so sein, wie ich bin. Ich darf auch mal unentspannt sein. Weil es menschlich ist. Kinder brauchen menschliche Eltern., der so simpel ist, aber den ich ganz dringend nötig hatte.
°Das Kartenspiel Skipbo, das wir den ganzen Urlaub lang nach dem Abendbrot gespielt haben. Es ist das erste Mal, dass ein Kartenspiel uns allen Spaß macht.
°Erdbeeren, die machen mich einfach glücklich.
°Dieses Bett, weil wir noch auf der Suche nach einem passenden Dreierbett für das Kinderschlafzimmer sind.
°Mighty Oaks hat eine neues Album. Freu.
°Sehnsucht nach dem Meer, schon jetzt wieder so kurz nach dem Urlaub.
°Wunderschönes Blog übers Lettering: frauhoelle.com. Wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit finde, möchte ich das mal ausprobieren.
°Diese Mützen, die ich so süß finde, dass ich für die Minimaus noch im Urlaub eine bestellt habe.

Und bei euch so?

 

2 Kommentare zu „Frühjahrsferien 2017 auf Mallorca (und was sie gut gemacht hat)

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