Bäh, da muss ich gleich kotzen…

owl-shaped fried eggs

…mein 4jähriger würgte übertrieben als ich gestern das Abendessen servierte.

Ich koche überhaupt nicht gerne und auch nicht oft, aber ich bringe etwas essbares zustande. Das bestätigten mir jedenfalls der Mäusepapa und die Maus. Sogar Minimaus hat davon gegessen und ich fand es selbst auch ganz gut. Der Mäusepapa kann das besser, na klar, aber so schlimm, dass der Mäuserich Grund zum M(K)otzen fand, war es nun auch wieder nicht. Ich musste trotzdem sehr lachen über sein angeekeltes Gesicht. Dann dachte ich nur, das erleben andere Väter und Mütter sicher auch oft und … bleibt mehr für mich übrig.

Dennoch führte mich das zu der Frage: Was kochen Eltern, damit die lieben Kleinen etwas Gesundes essen?

Die Franzosen gewöhnen ihre Kinder von klein auf an alles, wie ich neulich las. Die kennen dieses Problem angeblich gar nicht. Bei uns klappt das mit dem Essen hingegen eher mäßig. Süßes geht immer, aber kommen nicht gerade Kartoffelbrei und Fischstäbchen oder Pasta und Reis auf den Tisch, wird es schwer. Gestern aß der Mäuserich auch nur den trockenen Reis. Nicht einmal Parmesan wollte er dazu. Meinen kinderfreundlichen Auflauf mit Putenfilet, Tomatensoße, Mozzarella und Zucchini ließ er stehen. Auch meine Kreation aus Auberginen, Tomatensoße und Farfalle ließ er neulich links liegen. Die Maus stocherte  immerhin die Nudeln heraus und strengte sich sehr an, dabei möglichst wenig Soße und Gemüse zu erwischen. Kräuter im Essen mag sie nicht, sichtbare Tomatenstücke findet sie eklig und gebratene oder gekochte Gemüse- und Zwiebelstückchen führen zu Proteststürmen. Der Mäuserich sieht das ähnlich.

Die Minimaus hingegen isst so gut wie alles, sogar Blumenkohl und vegetarische Brotaufstriche. Maus und Mäuserich verschmähen Frischkäse sobald Kräuter enthalten sind, essen niemals Käse in Scheiben, Wurst nur in Form von Mortadella (ohne sichtbare Stückchen) oder Wiener Würstchen und auch ansonsten darf es gerne möglichst schlicht sein. Eine Brotmahlzeit mit rohem Obst und Gemüse (Weintrauben, Äpfel, Erdbeeren, Karotten, Gurke) ist noch allemal einfacher anzurichten als ein leckeres warmes Abendessen zu servieren. Bulgur, Polenta, Hülsenfrüchte, Salate, Aufläufe, Spiegeleier oder Rühreier, Gemüse- und Kartoffelpfannen, Fleisch und Fisch gebraten, Soßen, Suppen, Kräuter, Meeresfrüchte- alles Fehlanzeige. Ausnahmen bilden manchmal Frittiertes, Gestampftes, Salatgurken und Tomatensoße ohne Stücke.

Was ich in den Kochbüchern ansonsten als kindgerecht und gesund beschrieben finde, wird regelmäßig abgelehnt. Das ist schon manchmal zum Haare raufen. Aber ich gebe nicht auf. Ich versuche es jetzt einmal mit einem neuen Kochbuch. Mal sehen, was ich dann zu berichten habe.

2 Kommentare zu „Bäh, da muss ich gleich kotzen…

  1. Schwierig. Wir kochen eigentlich eher, was wir selber mögen, statt auf die Kinder zu achten. Natürlich wird da nicht alles von gegessen. Aber insgesamt haben wir vermutlich etwas problemlosere Esser und je größer sie werden, desto einfacher wird es tatsächlich wieder.

    Als sich mal rausbildete, dass man gewissen Sachen nicht essen wollte (das war irgendwie „in“ im Kindergarten), haben wir verkündet, dass jeder höchstens zwei Sachen nominieren darf, die er/sie gar nicht isst. Und das hat nur ein Kind (von dreien) durchgezogen. Kein Käse – nun ja. Zum Glück sind Mozzarella und Frischkäse als Ausnahmen zugelassen.

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