Kind krank (schon wieder)

Teddy bear

Da ist es also wieder – das Vereinbarkeitsproblem. Gerade läuft es einigermaßen – denke ich – und dann ist eins der Kinder krank. So geht es mir wohl zukünftig öfter mal als dreifache Mama. Da bin ich –schwupps- schon wieder mal eine Woche nicht im Büro, muss einer Kollegin meinen Lieblingstermin überlassen und glänze auch ansonsten mit Abwesenheit. Und wenn ich mir meinen Kalender so ansehe, dann ist meine „Verfügbarkeit“ im Büro seit meinem Wiedereinstieg Ende Oktober erheblich gesunken.

Da musste ich dann doch schlucken, bevor ich gerade mal 5 Tage nach dem Ende meines Weihnachtsurlaubs die Krankmeldung einreichte und mich zur Pflege meiner kranken Minimaus schon wieder ins häusliche Umfeld abmeldete. Zum Glück ist mein Chef ein sehr seltenes, gutmütiges Exemplar und ohnehin der Ansicht, man könne mit drei Kindern eigentlich nicht mehr arbeiten. Im Moment entlastet mich diese Einstellung eher als dass ich um meine wohlverdiente Professionalität trauere. Führt das doch dazu, dass er es entspannt sieht und mir keine Dinge aufbürdet, die eine gewisse Dringlichkeit haben. Andererseits geht das zu Lasten der Verantwortung, die man mir überträgt und dass nagt denn nun doch an meinem Selbstbewusstein. Da weiß ich gerade gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Aber was kann ich tun? Momentan bin ich wohl mehr Mama als Juristin und das wird sicherlich den Winter über und in der Zeit, in der die Mäuse noch klein sind, so bleiben.  Zudem ist die Oma bei Engpässen zwar eine gute Aushilfe, aber wenn die Minimaus krank ist, will sie eben Mama oder Papa. Und dafür ist auch Homeoffice keine Alternative, denn die Minimaus ist noch zu klein, um nebenbei in Ruhe arbeiten zu können. Allenfalls während des Mittagsschlafs und dann noch abends, aber das genügt für die nötige Verfügbarkeit dann doch nicht, denn erstens ist die Minimaus krank und will betüddelt und versorgt werden und zweitens schläft sie nicht so viel am Stück, dass ich mich ausreichend auf die Arbeit konzentrieren könnte. Also dann doch eine Krankmeldung, um mich angemessen um die Minimaus kümmern zu können.

Immerhin kenne ich meine Rechte: Ich habe Anspruch auf 10 Krankheitstage pro Kind, weil es drei Kinder sind allerdings nicht mehr als 25 Tage insgesamt, in denen mich mein Arbeitgeber freistellen muss. Da ich Tarifbeschäftigte bin, bekomme ich für diese Fehlzeiten zwar keinen Lohn, statt dessen aber ein Krankentagegeld von meiner Krankenkasse. Der Mäusepapa ist zwar selbstständig, hat aber eine Krankenkasse, die ihm die selben Ansprüche gewährt. Wir können unsere Kinderkrankentage auch aufeinander übertragen, so dass wir also insgesamt 50 Kinderkrankentage für unsere drei Mäuse verteilen können, wie wir es brauchen.

Das klingt schon einmal gar nicht so schlecht. Trotzdem hoffe ich, wir müssen das auch dieses Jahr nicht ausschöpfen. Wenn ich Glück habe, kann ich mir die Krankheitstage mit dem Mäusepapa zukünftig besser teilen und ich werde selbst nicht so oft krank. Wenn ich noch mehr Glück habe, werden die Mäuse in den kommenden Wochen nicht mehr krank und ich schaffe es mit einer gewissen Zuverlässigkeit ins Büro. Vielleicht vergessen die Kollegen meinen „Fehlstart“ dann ganz schnell und es pendelt sich alles besser ein.

Ich singe jetzt einfach mal stur mein Mantra weiter: „Slow im Flow“.

 

4 Kommentare zu „Kind krank (schon wieder)

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