Unser 5. Januar oder „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

Hot chocolate with melted snowman

Frau Brüllen hatte da eine nette Idee und nachdem sich einige von Euch interessanterweise auch daran beteiligen (z.B. hier und hier) , will ich auch. Unser 5. Januar war zwar weniger typisch, denn der Morgen verläuft so nicht jeden Tag und unser Tagesrhythmus ist von den Weihnachtsferien noch total verhunzt. Aber irgendwie war der Tag dann doch wieder beispielhaft für die Herausforderungen des Alltags mit drei Kindern. Deshalb hier nun auch meine Antwort auf die Frage:

„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” .


Nachts
: Minimaus will ihren Mitternachtsnack (ja, ich stille nachts noch) und dies nun schon zum dritten Mal in dieser Nacht. Ich bin gerädert, was wohl auch daran liegt, dass ich den Abend noch bis halb eins bei meiner derzeitigen Lieblingsserie vertrödelt habe.

Gefühlt 3.00 Uhr:  Ich wundere mich, dass Minimaus so munter ist und nicht mehr einschlafen will. Nach ein paar Kuschelumdrehungen beschließe ich dann doch, mal auf die Uhr zu sehen und stelle fest, es ist schon…

7.47 Uhr: Eigentlich müssten wir seit 2 Stunden wach sein, das Frühstück gemacht, uns angezogen, die Minimaus gewickelt und alle gefrühstückt haben. Maus und Mäuserich müssten sauber, satt und angezogen zum Abmarsch an der Tür stehen und ich müsste auf dem Weg zur S-Bahn sein. Statt dessen wundert sich der Mäusepapa, dass er den Wecker genauso wenig gehört hat wie ich und die Mäuse (mit Ausnahme der Minimaus) noch schlafen.

7.48 Uhr: Ich springe aus dem Bett, mache für die Maus ein Brot auf die Hand und für Minimaus den Frühstücksbrei. Der Mäusepapa weckt die Maus, dann wickelt er die Minimaus und zieht sie an. Zur Beschleunigung des Ganzen zieht er der Minimaus die frische Kleidung über die Schlafsachen (TsTs).

Danach macht er uns Kaffee und füttert die Minimaus, während ich der Maus beim Anziehen helfe, ihren Proviant im Schulranzen verstaue (zum Glück habe ich alles gemäß meiner Neujahrsvorsätze schon abends vorbereitet) und sie keine drei Minuten später aus der Tür schiebe, damit sie zusammen mit einer Freundin zur Schule gebracht wird (das Elternnetzwerk im Haus funktioniert bestens).

8.02 Uhr: Inzwischen steht der Mäuserich verdattert in der Küchentür und wundert sich, dass die Maus schon weg ist und er keine Zeit mehr zum Spielen bekommt. Er darf dafür aber das neue Schokomüsli essen, lässt sich zum Glück weitestgehend protestfrei anziehen und ist auch ansonsten so überrascht von unserem Tempo, dass er nicht mehr viel gegen die schnelle Ankleide- und Zahnputzaktion einzuwenden hat.

8.15 Uhr: Der Mäusepapa und ich ziehen uns abwechselnd und in Windeseile an, Minimaus wird zwischendurch betüddelt und dann von mir abfahrbereit im Buggy „verstaut“.

8.25 Uhr: Der Mäusepapa zieht den Mäuserich zu Ende an und ich verabschiede mich in Richtung S-Bahn.

8.35 Uhr: Der Weg zur Bahn ist länger als sonst (HaHa) und ich erreiche das Büro mit 15minütiger Verspätung um…

9.15 Uhr: …, was allerdings noch im Toleranzbereich liegt und heute ohnehin an ein Wunder grenzt.

9.45 Uhr: Der Mäusepapa ist am Telefon und staunt über unsere morgendliche Aktion. Er war nach dem Abgeben von Maus und Mäuserich nicht später als sonst an seinem Schreibtisch.

Also, geht doch!

10.00 Uhr: Ich bin im Büro, arbeite an einem Schriftsatz, freue mich über meinen Kaffee und die Ruhe, wechsele ein paar nette Worte mit den Kollegen und bin auch ansonsten äußerst zufrieden, dass der Alltag eben unser Alltag und gerade doch sehr ruhig ist.

10.30 Uhr: Die Mäuseoma meldet sich und möchte wissen, wann und wo sie die Maus und ihre Freundin nach der Schule abholen soll. Der Mäusepapa fragt an, ob die Mäuseoma ans Abholen denkt und ob ich auf dem Heimweg noch ein wenig einkaufen kann und unsere „Putzfee“ schreibt eine SMS, wann sie am nächsten Tag bei uns sein soll.

10.35 Uhr: Alle Nachfragen sind beantwortet und ich widme mich wieder meiner Arbeit, die den Rest des Tages nicht aufregender wird. Juchhu

17.30 Uhr: Inzwischen hat der Mäusepapa die Mäuse wieder eingesammelt (heute ist er dran), die Mäuseoma hat Maus mit Freundin zu Hause abgeliefert und ich mache mich auf den Heimweg mit einem Abstecher zum Bäcker.

18.15 Uhr: Ich bin zu Hause und räume erst einmal den Einkauf sowie Buggy, Schuhe, Jacken, Schals, Handschuhe, Taschen und Mützen aus dem Weg an ihre Plätze.

18.35 Uhr: Der Mäusepapa hat die Minimaus schon gefüttert und jetzt will sie zur Mama –spielen- und vor allem an der Hand laufen, was (warum auch immer) nur mit Mama geht. Der Mäuserich freut sich genauso über meine Ankunft und will nun auch mit mir spielen. Die Maus ist mit ihrer Freundin beschäftigt, will aber erzählen und hat jede Menge „Elternbriefe“ aus der Schule mitgebracht, deren Beantwortung ich auf morgen verschiebe.

Der Mäusepapa wirkt etwas „angesäuert“, weil da jemand seine Schuhe trotz Schmuddelwetter nicht vor der Tür gelassen hat. Da aber ohnehin morgen unsere „Putzfee“ kommt, ist er trotz wachsender Müdigkeit noch in guter Verfassung. Ich mache zwischendurch ein wenig die Wäsche und räume mit dem Mäuserich schon mal ein paar Bücher wieder zurück ins Regal. Die Minimaus ist fröhlich mittendrin und trägt ein paar Socken aus der frischen Wäsche mit sich herum, während sie gleichzeitig ebenfalls versucht, ein Buch ins Regal zu wuchten. Der Mäusepapa checkt Emails und unterhält ein wenig die Maus nebst Freundin.

Ich finde, es läuft gut.

19.35 Uhr: Die Freundin der Maus wird abgeholt, wir essen noch die Reste vom Abendbrot und läuten dann das Abendprogramm mit Aufräumen, Zähne putzen, bettfertig machen ein.

20.00 Uhr: Die Maus will nur noch schnell den Weihnachtsbaum „abtackeln“ – jetzt. Der Mäuserich will nur noch schnell sein Piratenschiff reparieren – jetzt. Die Minimaus ist müde und muss ins Bett – jetzt.

20.10 Uhr: Die Maus beginnt tatsächlich noch, den Baum abzuschmücken und will gelobt werden; der Mäuserich muss nur noch die Piraten ins Bett bringen, hat ansonsten aber sowieso Hunger!!!!; die Minimaus quengelt; der Mäusepapa ist etwas genervt.

Allmählich läuft es weniger gut.

Hot chocolate with melted snowman

20.11 Uhr: Ich bringe die Minimaus ins Bett und höre wie der Mäusepapa energisch den Tag für beendet erklärt. Dazu gehört auch kein neuerliches Abendessen für den Mäuserich. Lautes Gebrüll vom Mäuserich, genervtes Gezeter von der Maus und dann höre ich nur noch den Mäusepapa –  vorlesen.

21.10 Uhr: Minimaus schläft nach etlichen Krabbelrunden durch das Bett endlich ein (hat sie auf dem Heimweg im Buggy nochmal geschlafen?). Maus und Mäuserich erzählen sich noch etwas, der Mäusepapa hört Musik und denkt, es schlafen alle.

21.18 Uhr: Ich bereite Proviant für den kommenden Tag vor, der Mäuserich muss nochmal aufs Klo, die Maus ist nun doch ratzfatz eingeschlafen. Der Mäusepapa bringt den Mäuserich unter Protest zurück ins Bett, derweil koche ich uns Tee und mache uns noch ein paar Brote.

21.30 Uhr: Alle Mäuse schlafen, der Mäusepapa trinkt Tee, ich dusche.

21.50 Uhr: Ich hänge die letzte Wäsche auf, sehe noch ein paar Weihnachtsfotos durch und verkrieche mich dann zur Minimaus ins Bett – meine Serie gucken.

23.30 Uhr: Ich wache nochmal auf und gehe Zähne putzen. Der Mäusepapa ist auf dem Sofa eingeschlafen.

0.25 Uhr: Der Mäusepapa wechselt ins Bett, Minimaus sucht den Schnuller und dann ist

Ruhe….  

 

 

 

 

 

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