(K)meine Vorsätze für das Jahr 2016

Happy New Year 2016

Unsere Weihnachtsferien sind zu Ende. Wir sind heute wieder im Büro, in der KiTa oder in der Schule. Das Jahr 2016 hat begonnen und wird uns mit all seinen Verheißungen, Hoffnungen und Aussichten sicherlich auch vor so manche Herausforderung stellen.

Erst einmal jedoch wünsche ich Euch allen einen schönen, möglichst ruhigen und entspannten Start in das neue Jahr 2016.

Auch wir werden die ersten Wochen des Jahres möglichst unangestrengt absolvieren. Ich nehme es mir vor, ich werde insgesamt viel gelassener werden, ich schwöre, ich werde eine „Slow“-Mama…(dazu gibt es einen interessanten Artikel in der aktuellen NIDO 01/2016).

Im Grunde mag ich Vorsätze nicht, jedenfalls nicht zum Jahresbeginn. Mir hat es noch nie eingeleuchtet, weshalb es mir zum Jahreswechsel leichter fallen sollte, etwas zu ändern als zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr. Veränderungen brauchen ihre Zeit, bisherige Gewohnheiten sind manchmal zäh und sollte ich etwas ändern wollen, kann ich damit auch genauso gut im März, Juli oder November beginnen.

Ich möchte im Moment auch gar nicht viel ändern. Ich werde mir weiterhin nicht vornehmen, mehr Sport oder überhaupt Sport zu treiben. Ich bin die meiste Zeit des Tages auf den Beinen, mindestens zwei Stunde davon an der frischen Luft und trage meine Kinder einige Male am Tag mit mir herum. Das muss erst einmal genügen bis die Mäuse größer sind und es mir nicht mehr eher Kopfschmerzen als Wohlbefinden bereitet, eine Stunde Sport in den Terminkalender zu pressen.

Ich nehme mir auch nicht vor, gesünder zu essen. Das sollte ich tun, aber ich esse den Tag über ohnehin meistens Rohkost, belegte Brote oder Müsli und trinke dazu meistens Tee. Manche Abende kocht bei uns der Mäusepapa und dann auch gerne mediterran. Ich rauche nicht, trinke selten Alkohol und bin auch schon lange wieder bei meinem Vorschwangerschaftsgewicht (nicht zu verwechseln mit der Vorschwangerschaftsfigur, die ist endgültig weg) angelangt. Weniger Schokolade könnte es wohl sein….

Ich werde auch nicht wirklich etwas daran ändern können, dass meine Mäuse mich mit Beschlag belegen, sobald ich das Büro verlassen und sie abgeholt habe. So sehr ich mir dann auch eine Pause wünsche, die Forderung nach Aufmerksamkeit ist in dem Alter noch hoch. Ich kann auch kaum verhindern, dass es morgens bei uns oft hektisch wird, denn der Tag beginnt trotz aller Ordnung und Vorbereitung doch recht kleinteilig (Wo ist die neue Mütze? Wo sind die roten Handschuhe? Wer hat meinen zweiten Stiefel ins falsche Fach gelegt? Ist der Zettel mit der Unterschrift im Ranzen? Willst Du die blaue Jacke anziehen? Hast Du Deine Brotdose eingepackt? Wie, die passt nicht mehr hinein? Könnt ihr mal bitte aufhören zu schreien? Willst Du nach der Schule mit zu XYZ oder von mir abgeholt werden? Soll ich dem Vater von ABC antworten oder hast Du das schon erledigt? Weiß die Babysitterin wegen Samstag schon Bescheid? Soll ich Minimaus noch eben wickeln? Wer hat mein Handy weggelegt? Hast Du die Tür abgeschlossen? Und wollen wir nun endlich mal los? etc.).

Mir gefällt es im Großen und Ganzen ganz gut, wie der Mäusepapa und ich unsere Aufgaben verteilt haben. Was mir an der täglichen Routine nicht gefällt, lässt sich allerdings nicht weiter delegieren. Eine Putzfrau haben wir schon und die Oma übernimmt bei Engpässen sogar vieles auf Zuruf. Irgendwann stoßen auch wir mit dem Organisieren an unsere Grenzen. Alltagskram bleibt Alltagskram und dass ich momentan viel lieber mal ein Bild aufhängen oder etwas Lesen möchte, interessiert die Minimaus, die gerade Laufen lernt, so gar nicht. Das lege ich jetzt mal auf die Zeit, denn die Mäuse werden unweigerlich älter und damit auch selbständiger…

Dennoch, es gibt ganz klar zwei Dinge, die ich hier und jetzt und heute ändern möchte. Das eine ist meine permanente innere Anspannung. Ich fühle mich meistens auf dem Sprung, bin latent unzufrieden und selten wirklich gelassen. Ich habe am Anfang der Woche schon die gesamte Wochenplanung im Kopf oder denke beim Spielen mit den Mäusen an all die unerledigten Dinge. Allein der Gedanke daran macht mich müde, bevor die Woche überhaupt begonnen hat. Und das andere ist, dass mir nach 7 Jahren „nebenberuflicher“ Kleinkinderbetreuung und nach 4 Jahren nebenberuflichen Promovierens nun doch Eigenzeit fehlt, in der ich etwas einfach nur aus Freude machen kann und die ansonsten keinerlei Sinn hat.

Das will und werde ich ändern. Deshalb habe ich für den Anfang eine kleine Liste mit „Vorsätzen“ geschrieben, die mir mehr Gelassenheit bescheren sollen:

  1. Proviant für den nächsten Tag kann schon abends vorbereitet werden.
  2. Der Frühstückstisch darf auch nachmittags abgedeckt werden, wenn morgens die Zeit knapp wird.
  3. Die Betten müssen nicht jeden Tag gemacht werden.
  4. Die saubere Wäsche darf auch mal eine Woche im Wäschekorb liegen bleiben.
  5. Ich bin nicht mehr sauer auf den Mäusepapa, wenn er die Punkte 2 bis 4 genauso handhabt.
  6. Die Maus braucht nicht mehr als einen feststehenden Freizeittermin pro Woche (es sei denn, das läuft über den Nachmittagshort).
  7. Der Mäuserich kann sich auch schon alleine anziehen (das weiß ich erst seit ein paar Tagen, in der Kita macht er das schon lange).
  8. Die Minimaus wird das Babysitting zusammen mit Maus und Mäuserich (das übernimmt ihre Bezugserzieherin aus der KiTa) einmal im Monat verkraften.
  9. Am kommenden Wochenende hole ich die Nähmaschine aus dem Keller.
  10. Ich darf meine Arbeitszeiten noch einmal überdenken und plane einen freien Nachmittag pro Woche nur für mich (eher schwer umzusetzen, aber mal sehen).

Wie sieht es bei Euch mit den Elternwünschen oder -vorsätzen für das neue Jahr aus?

 

 

 

Ein Kommentar zu „(K)meine Vorsätze für das Jahr 2016

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s