Was man beim dritten Kind nicht mehr oder erst recht macht…

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Seit dieser Woche besuche ich wieder einen PeKiP-Kurs. Und so sehr ich ihn zwischenzeitlich vollkommen überflüssig fand, so sehr freue ich mich jetzt, ihn doch noch gebucht zu haben.

Schon in der Schwangerschaft mit der Minimaus trieb mich die Frage um, welche Kurse oder Dinge finde ich beim dritten Mal noch wichtig, was macht mir Spaß, was ist überflüssig. Irgendwie spielt auch eine Rolle, dass Minimaus als drittes Kind nicht nur so mitlaufen soll sondern ich mit ihr natürlich auch einiges ganz bewusst mache, quasi schon aus Tradition. So blöd das vielleicht klingen mag, aber ich möchte nicht, dass sie mir später mal vorwirft, ich hätte sie in der Hinsicht vernachlässigt. Der Mäusepapa erzählt mir immer wieder, dass er als drittes Kind nur noch eine Sammelbox mit seinen Babyfotos bekam, während der Erstgeborene noch 2 Fotoalben und der Mittlere immerhin noch ein halbes Fotoalbum hatte. Da will ich mir später natürlich nichts nachsagen lassen und so bekommt die Minimaus wie die anderen beiden auch ein Babytagebuch, ein Fotobuch zum ersten Jahr, einen „Die-ersten-12-Monate-Bilderrahmen“, eine Schnullerkette mit ihrem Namen, eine Krabbeldecke mit ihrem Namen, eine Erinnerungsbox – wer errät es? – na klar, mit ihrem Namen…um nur einiges zu nennen.

Was ich jedoch definitiv nicht mehr gemacht habe sind einen Geburtsvorbereitungskurs, einen Stillvorbereitungskurs, einen Babypflegekurs (ohne Quatsch, den hatten der Mäusepapa und ich in der Schwangerschaft mit der Maus besucht und mit Perlen gefüllte Babypuppen gebadet und gewickelt, was uns für das dann folgende lebende Subjekt rein gar nichts gebracht hat), einen Babymassagekurs und einen Babyschwimmkurs (hatte ich bei Maus und Mäuserich auch nicht, war aber kurz versucht, es deshalb jetzt einmal auszuprobieren, letzte Chance sozusagen). Die jährliche  Babymesse wird auch beim dritten Mal ignoriert.

Geblieben ist der PeKiP- Kurs. Ich mag die Kursleiterin und auch den Austausch mit anderen Müttern, habe mir aber vorher erbeten, dass ich in einen Kurs mit Mehrfachmüttern komme. Nehmt es mir nicht übel, aber schon beim zweiten Kind redet man nicht mehr gerne so ausführlich über Still- oder Schlafrhythmen. Bei Wünschen nach konkreten Erfahrungsberichten helfe ich natürlich gerne.

Wieder dazu gekommen ist auch mein Rückbildungsyoga. Den Kurs hatte ich beim Mäuserich gegen einen klassischen Rückbildungskurs eingetauscht und war bitter enttäuscht. Daher bin ich jetzt zurück zu meinem Yoga mit Baby und sehr glücklich damit.

Ansonsten kenne ich durch Maus und Mäuserich inzwischen einige Eltern näher und habe aus den vorherigen Elternzeiten auch einige Freundinnen behalten. Zu meiner größten Freude ist da auch eine liebe Freundin, die gerade in der Elternzeit ist und die ihrerseits wiederum noch weitere Mütter kennt, die im Moment genauso mit Baby zu Hause sind. Das tut gut, wenn einem doch mal die (Baby)Decke auf den Kopf zu fallen droht.

Was ich jetzt beim dritten Kind (teilweise auch beim zweiten schon) im Übrigen alles nicht mehr mache, sind:

– Entwicklungstabellen lesen,

– Stillzeiten und Stillseite links oder rechts notieren,

– Schlafprotokolle führen,

–  erst nach 8 Wochen den Schnuller geben (wegen der Sorge um eine Saugverwirrung),

– mir darum Gedanken machen, ob das Einschlafstillen schädlich für das Schlafverhalten des Babys ist,

– mich verunsichern lassen, wenn das Baby tagelang ständig gestillt werden will (nein, ich muss dann nicht sofort zufüttern),

– beim ersten Mal Fieber in Panik geraten und beim ersten Mal Durchfall in die Notaufnahme der Kinderklinik fahren,

– mich damit verrückt machen, dass das Baby nicht im eigenen Bettchen geschweige denn im eigenen Zimmer schläft,

– mich wundern, dass das Baby nicht lehrbuchmäßig 15 Minuten sondern nur 5 Minuten zum Sattwerden an der Brust trinkt; bei einer Mahlzeit selten an beiden Seiten trinkt und ich nicht weiß, wann es eine halbe Milchmahlzeit im Bauch hat, um mit dem Zufüttern zu starten,

– mich dafür entschuldigen, dass ich nur 5 – 6 Monate voll und nur bis zum ersten Geburtstag ergänzend gestillt habe,

– mir ständig darum Gedanken machen, ob das Baby doch die Flasche bekommen soll, damit der Mäusepapa nachts auch Mal etwas zu tun hat (die Zeit bis zum Beikoststart vergeht letztlich soooooooo schnell),

– Babyratgeber lesen (okay, das Buch zur Beikost und Babyernährung habe ich wieder hervorgekramt).

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