Baby, Baby – noch mehr Listen

Babykleidung auf einer Wäscheleine© PhotographyByMK - Fotolia.com

Es soll jetzt weiter gehen mit den Listen. Die nachfolgenden Listen betreffen die Ausstattung für die erste Babyzeit. Auch da hatte ich für das erste Kind viel zu viel und nicht einmal die Hälfte davon haben die Maus oder ich in der ersten Babyzeit wirklich gebraucht. Das ist natürlich immer eine Frage dessen, was man selber mag, womit man gut zurecht kommt und wie das Baby so ist. Daher basieren die nachfolgenden Empfehlungen auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind ganz sicher nicht allgemein gültig:

Ich fand folgende Dinge für die erste Babyzeit wirklich nützlich (auch das ist ganz klar jahreszeitenabhängig):
– 4 Bodys in Größe 58
– 4 Bodys in Größe 62
– 4 lange Hosen mit Füßchen (2x 58 und 2x 62)
– 4 T-Shirts mit langen Ärmeln oder Wickeljäckchen in Größe 62
– 3 Paar Söckchen
– 2 Strickjäckchen für die Spaziergänge (ohne Kaputze!) in Größe 62
– 2 Baumwollmützchen

In der kalten Jahreszeit kam dann noch folgendes dazu:
– ein Overall aus gewalkter Wolle oder Schneeanzug (bei mir erst in Größe 74)
– 2 Strickmützen
– 2 Paar Wollsöckchen
– 1 Paar Fellschuhchen
– 1 warmes Halstuch

Alles, was man nicht über den Kopf anziehen musste, fand ich bei den ganz Kleinen immer leichter zu handhaben, also Bodys und Jäckchen mit Wickeleffekt.

Zudem hatten wir folgende Dinge für die Babypflege regelmäßig in Gebrauch:

– eine Babybadewanne und 2 Handtücher mit Kapuze + Waschlappen (den Badeeimer Tummy Tub hatten wir auch, leider hat die Maus nach nur 6 Monaten darin nur noch gestanden und sich nicht mehr hingesetzt, so dass wir ab dem Bauchnabel mit dem Lappen waschen mussten, der Badeeimer war also nach den ersten Monaten nicht mehr wirklich praktisch)
– Einweg – Wickelunterlagen (nicht sehr umweltfreundlich, aber praktisch)
– Windeln
– Penatencreme für den wunden Po
– Nagelschere mit abgerundeter Spitze (braucht man zunächst nicht, weil die Nägelchen noch zu weich sind, sie war also erst später im Einsatz)
– eine weiche Babyhaarbürste
– ein Fieberthermometer
– Schnuller (die Maus hat sehr spät erst den Schnuller für sich entdeckt, der Mäuserich fand ihn von Anfang an gut)

Schnuller sind so ein Thema für sich. Ich hatte beim ersten Kind noch Angst vor der sogenannten Saugverwirrung (kann wohl auftreten, wenn man Schnuller und Brust zu früh parallel gibt). Das hatte allerdings auch zur Folge, dass meine Maus sich ausschließlich an der Brust beruhigt hat und das hat mich als Mama sehr angestrengt. Das Loslösen vom Einschlafstillen und auch das Abstillen klappten erst als wir die Maus mit 9 Monaten an den Schnuller gewöhnt hatten. Beim Mäuserich hatte ich da eine pragmatische Hebamme und dann auch den Mut von Anfang an Schnuller, Fläschchen (mit abgepumpter Muttermilch) und Brust parallel zu geben. Vielleicht hatten wir dann auch einfach ein pflegeleichteres Baby, aber das hat mir einiges sehr viel leichter gemacht.

Einige Medikamente hatte ich auch immer im Haus, alles andere haben wir bei Bedarf besorgt:
– Fieberzäpfchen für Säuglinge
– Nasentropfen für Säuglinge
– Kümmelzäpfchen und Bäuchleinöl gegen Blähungen (ich habe auch Lefax, Sab simplex und Globuli ausprobiert,allerdings ohne nennenswerten Erfolg)
– später nach dem Breistart brauchte ich dann auch ab und zu Milchzucker und Babylax gegen akute Verstopfung
– weiterhin habe ich immer Pflaster, schmerzfreies Desinfektionsspray, Wundsalbe und Arnikasalbe gegen stumpfe Verletzungen im Haus (das wird aber allenfalls dann nötig werden, wenn das Baby zu krabbeln oder zu laufen beginnt)

Als weitere Ausstattung hatten wir in der Anfangszeit (ungefähr das erste Jahr) folgendes:
– Wickeltisch (wir haben eine normale Kommode mit einem Wickelaufsatz nachgerüstet; als die Maus beweglicher wurde, haben wir auf dem Boden oder Bett gewickelt)
– Babytrage (ich hatte einen Baby Ergo Carrier mit Neugeboreneneinsatz und Winter Cover)
– Balkonbettchen im Elternschlafzimmer
– Schlafsack
– Pucktuch
– dicke, gemütliche Decke als Krabbeldecke
– für den Kinderwagen/Buggy/Autoschale eine leichte Strickdecke aus Baumwolle für die warme Jahreszeit und eine wärmere Strickdecke aus Schurwolle für die kältere Jahreszeit
– später einen warmen Fußsack für den Liegebuggy
– eine Babyautoschale
– eine Babywippe (äußerst umstritten, aber ich fand sie beim Mäuserich sehr hilfreich, weil er dadurch überall dabei sein konnte, ohne gleich vom älteren Geschwisterkind überrannt zu werden und auch gerne darin lag)
– Babyhochstuhl (für das fortgeschrittene Sitzalter, zuerst saßen die Kleinen meistens auf dem Schoß)

Einen vollausgestatteten Kinderwagen hatten wir nur beim ersten Kind und ihn auch erst nach 9 Monaten für ein Vierteljahr in Gebrauch. Beim zweiten Kind hatten wir ihn dann bald verkauft, weil er ungenutzt herumstand. Ich habe meine Maus und den Mäuserich immer getragen. Die Maus habe ich getragen, weil sie den Kinderwagen in den ersten 9 Monate so gar nicht mochte und darin nur geweint hat. Den Mäuserich habe ich getragen, weil ich den Kinderwagen nicht mehr mochte und mich beim Tragen viel flexibler fühlte. Beim Mäuserich hatten wir dann recht früh einen hochwertigen Liegebuggy, den wir zu nutzen begannen, als mir der Mäuserich zum Tragen allmählich zu schwer wurde.

Für die Stillzeit fand ich folgendes hilfreich:
– 3 Still-Bhs
– jede Menge Stilleinlagen (Einwegstilleinlagen von Medela oder Lansinoh fand ich zumindest in der Anfangszeit mit starkem Milchfluß am hilfreichsten, die Mehrwegstilleinlagen mussten oft gewaschen und ausgetauscht werden, was ich schnell unpraktisch fand)
– 2 – 3 Stillshirts für die Nacht
– jede Menge kleiner Handtücher (die ich mir und dem Baby beim Stillen darunter gelegt habe, weil die Milch auch mal ganz schnell daneben ging)
– Brustwarzensalbe (am liebsten mochte ich die von Lansinoh)
– Spucktücher
– bei Bedarf Milchpumpe mit dazugehörigen Fläschchen und Saugern

Babyspielzeug ist in der ersten Zeit so ziemlich überflüssig. Aber natürlich macht es einfach Freude, diese Dinge anzuschaffen. Ich fand auch im Nachhinein das hier noch sehr schön oder nützlich:

– ein Mobile über dem Wickelplatz
– ein Schnuffeltuch, das auch später noch das liebste Einschlaftier wurde (aber im ersten Lebensjahr niemals zum Schlafen dazulegen und das Baby niemals mit dem Schnuffeltuch alleine lassen)
– etwas zum Daraufherumkauen, wenn das Baby zahnt (bei uns gab es eine Veilchenwurzel)
– Einschlaf – CD (uns halfen in akuten Schreiphasen zuerst CDs mit Geräuschen wie Regen- und Flussrauschen und später dann zum Einschlafen klassische Musik für Babys)
– Rasseln aus Holz zum Greifenüben und Geräuschemachen
– weiche Bälle zum Greifen und Bespielen in allen Farben und Formen (z.B. der Hex Ball, oder Stoffbälle mit leisen Glöckchen darin)
– ein Spielbogen aus Holz (der war bei der Maus total überflüssig, weil es sie nicht interessierte; der Mäuserich hingegen beschäftigte sich damit recht früh alleine und schlief einfach darunter ein, wenn er müde wurde)
– weiche Seidentuch- Puppe zum Daraufherumsabbern und Liebhaben

Auf Reisen fand ich eine große Tasche praktisch, in der ich Windeln, Wickelunterlage, Feuchttücher, Wechselsachen, Stilleinlagen, ein Spucktuch und etwas Spielzeug verstaut hatte. Das muss keine explizite Wickeltasche sein. Jede größere Tasche genügt da auch. Für kleinere Ausflüge hatte ich meistens nur eine kleine Tasche mit zwei Windeln, zwei Stilleinlagen, einem Mini- Päckchen Feuchttücher und etwas Wundsalbe dabei (das muss man ja neben dem Baby in der Trage auch noch alles tragen).

Aber ganz unter uns, das muss man alles nicht unbedingt vor der Geburt des Babys schon anschaffen. Ich finde, man kann sich zunächst einmal mit Babykleidung, Balkonbettchen, Schlafsack, Wickelsachen und etwas Pflegeequipment sowie Stillzubehör eindecken. Wenn man Mutter und Baby mit dem Auto aus der Klinik abholt, sind natürlich die Babyschale und eine Babydecke sinnvoll. Und dann kann man in Ruhe schauen, was man wirklich benötigt. Meine Hebamme sagt immer so treffend: „Die erste Babyzeit ist Zu-Hause-Zeit“. Was man nach der ersten Zeit zu Hause dann noch für wichtig befindet, kann man sich nach und nach (auch online) anschaffen.

So, mal sehen, ob mir die nächsten Tage noch etwas dazu einfällt, aber das war es erst einmal spontan. Wenn noch jemand weitere hilfreiche und nützliche Dinge für sich entdeckt hat, dann gerne immer her damit. Ich freue mich über Erfahrungsberichte und Tipps.

 

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