Checklisten zur Schwangerschaft

Tummy of pregnant woman© Anna Omelchenko - Fotolia.com

Ich habe im Laufe meiner Schwangerschaften einige Empfehlungen zu Schwangerschaftskursen, Umstandsmode, Babyausstattung und Babykursen gelesen. Manche fand ich gut und manche weniger. In der dritten Schwangerschaft stellen sich viele Fragen jetzt einfach nicht mehr und vielleicht kann jemand von meinen Erkenntnissen profitieren? Ich werde deshalb mal versuchen aufzuschreiben, was sich für mich letztlich als nützlich und was als weniger sinnvoll herausgestellt hat.

Ich beginne mit der Liste zur Schwangerschaft:
(hier geht es um Umstandsmode und jede Menge Schwangerschaftskurse)

In meiner ersten Schwangerschaft habe ich einen Babypflegekurs, einen Geburtsvorbereitungskurs mit Partner und einen Schwangerenyogakurs ohne Partner besucht. In der dritten Schwangerschaft blieb davon jetzt der Yoga-Kurs übrig.

Rückblickend betrachtet, fand ich den Geburtsvorbereitungskurs für die erste Schwangerschaft sehr beruhigend, weil ich zu dem Zeitpunkt außer umfangreicher Fachliteratur zu Schwangerschaft und Geburt keine Freundinnen mit Kindern um mich hatte, die mir meine Fragen hätten beantworten können. Mein Mann fand den Kurs allerdings schrecklich und so habe ich ihn auch nicht weiter gequält und nach zwei Terminen zu Hause gelassen. Wer jedoch einige Freundinnen mit Kindern, seine Mutter und vielleicht auch noch Omas um sich hat, wird genügend Informationen und Unterstützung bekommen, um sich auf das Geburtsereignis vorzubereiten. Wer dann auch noch (ggf frühzeitig: für eine Beleghebamme musste ich mich schon in der 8. SSW anmelden) eine Hebamme für sich gefunden hat, ist meines Erachtens ausreichend vorbereitet.

In der zweiten Schwangerschaft habe ich dann auch tatsächlich noch einen Geburtsvorbereitungskurs für „Mehrfachgebährende“ (schöner! Ausdruck für Geburten ab dem zweiten Kind) besucht, hätte aber auch auf den Kurs verzichten können. Es gab keine neuen Erkenntnisse und ich hatte auch nicht vor, meine erste Geburt als traumatisches Ereignis zu empfinden und aufzuarbeiten. Das ist sicherlich Geschmackssache und auch eine Frage dessen, wieviel Anschluss an werdende Mütter man in der Zeit gerne haben möchte.

Der Babypflegekurs war für mich und auch meinen Mann absolut überflüssig. Die Babypuppe im Kurs verhielt sich leider nicht so wie das Neugeborene und so standen wir trotz Pflegekurs in der ersten Zeit nach der Entbindung doch noch ziemlich dumm da, wenn es ums Wickeln und Anziehen des Krümels ging. So ein zerbrechliches, kleines und lebendiges Wesen zu wickeln und anzuziehen ist eben doch etwas ganz anderes als eine Puppe einzukleiden. Und als Ersteltern ohne jeglichen, vorherigen Kontakt zu Kleinkindern, stellten wir uns wohl auch besonders tollpatschig an. Da haben uns die Kinderkrankenschwestern und meine Hebamme jedoch schnell auf die Sprünge geholfen. Das „Learning bei doing“ kann man eben auch mit dem besten Babypflegekurs nicht überspringen.

Der Yoga-Kurs hingegen hat mir Freude gemacht und einfach nur gut getan. Die Kursleiterin war speziell auf Schwangere eingestellt und bot in der Fortsetzung nach der Entbindung auch noch Rückbildungsyoga und Yoga für Mütter in der ersten Babyzeit (wahlweise mit oder ohne Baby) an. Sie hat in ihren Kursen als zweifache Mutter und ehemalige Kinderkrankenschwester gleichzeitig auch noch alle Fragen zu Geburt, Stillzeit, Rückbildung etc. beantwortet, so dass ich mich rundherum gut betreut fühlte.

Was gibt es noch zu sagen? Achja, das Thema Umstandsmode. Ich habe in der ersten Schwangerschaft viel zu viel Geld dafür ausgegeben, denn man unterschätzt zunächst, wie schnell die Zeit der Schwangerschaft beendet ist und wie lange man die Stücke dann tatsächlich noch tragen will und kann. Viele Teile gibt es unter dem Motto zu kaufen, dass sie sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit zu tragen seien. Aber ganz ehrlich, bis auf ein paar Tops mit Stillfunktion, die Still-BHs und ein zwei wirklich hochwertige Stücke (zwei heiß geliebte T-Shirts und Wickelcardigan) konnte ich nach einer Weile die Umstandssachen nicht mehr sehen. Sie sehen ohne Babybauch meistens auch nicht mehr so „schnuckelig“ aus und wurden daher von mir auch bald eingemottet oder verschenkt.

Was ich in der Folgeschwangerschaft dann für Büro und Freizeit wirklich noch gebraucht habe und auch jetzt in der dritten Schwangerschaft noch gut gebrauchen kann, ist folgendes (das ist sicherlich auch Jahreszeiten abhängig):

Meine Umstandskleidung
– 1 Umstandsjeans
– 1 dunkle Umstandshose (bei mir dunkelblau)
– 1 Umstandshose für heißes Wetter (bei mir ist es eine helle Leinenhose)
– 2 Umstandsröcke (einer in Jeans und einer aus dunklem Stoff)
– jede Menge Umstandsshirts/-Blusen je nach Budget
– 1 Umstandskleid auch für festliche Anlässe (bei mir in Schwarz)
– 1 Wickelcardigan (bei mir dunkelblau)
– 1 Umstandstrenchcoat oder -blazer (hell bzw. dunkelblau)
– 2 Umstandsstrumpfhosen (hautfarben)
– 2 Umstandsleggings (lang und mittellang jeweils in schwarz)
– 3 Still-BHs und 3 Stilltops
– 2 Stillshirts auch für die Nacht

Da ich vieles ganz klassisch trage und auch fürs Büro so brauchte, waren die Röcke und Hosen meistens dunkel und die T-Shirts und Blusen in weiß, dunkelblau, schwarz oder als Farbtuper dann farbiger.

Womit ich hingegen nichts anfangen konnte waren Bauchbänder, der Bellybelt und der oft gelesene Tipp, normale Sachen einfach ein/zwei Nummern größer zu kaufen oder die Sachen seines Mannes/Freundes zu tragen.

Die Bauchbänder wirkten für mich immer etwas zu niedlich und ich mochte stilmäßig auch diese Zweiteilung zwischen Oberteil und Bauchband nicht. Das ist ganz klar auch Geschmackssache. Der Bellybelt erschien mir auch nicht wirklich praktisch, denn sobald meine Hosen nicht mehr zugingen, waren die Umstandshosen ohnehin bequemer. Oder ich musste stets darauf achten, dass die Oberteile auch ganz sicher über den präparierten Hosenbund gingen, damit er auch wirklich nicht zu sehen ist und dieses „Gezuppel“ und „Gesorge“ hat mich genervt.

Die Kleidungsstücke in ein/zwei Konfektionsgrößen mehr, waren mir an den Schultern und am Busen immer viel zu weit und wirkten dadurch insgesamt nicht besonders gut sitzend. Auch die Sachen meines Mannes wirken an mir überdimensioniert. Da sehen die speziellen Umstandssachen, die man in seiner normalen Kleidergröße kauft, vorteilhafter aus.

Hilfreich fand und finde ich aber meine normalen Sommerröcke, die von vornherein schon mit einem Gummizug ausgestattet sind und die ich in der Schwangerschaft jetzt einfach unter dem Bauch tragen kann. Sie haben die letzte Schwangerschaft auch gut überstanden und konnten danach weiter getragen werden. Auch lange Shirts und Tunikas machen die Anfangszeit der Schwangerschaft gut mit, ohne spezielle Umstandskleidung zu sein.

Wer noch mehr Ideen und Tipps hat, ist hier immer gern gesehen.

In den nächsten Tagen folgt meine persönliche Liste zur sinnvollen Baby-Erstausstattung.

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