Urlaubsnachwehen

Beach at Lokken in Denmark with dark storm clouds

Unser Urlaub ist zu Ende.

Und mit Wehmut im Herzen sitze ich wieder an meinem Arbeitsplatz. Ich lese Emails, schreibe Antworten, entwerfe Präsentationen für den anstehenden Jour Fix und denke doch unentwegt an das rauschende Meer, den weißen Strand und unsere zurückliegende unendlich freie luftige Zeit. Ich vermisse das alles sehr und spiele mit dem Gedanken, meine Arbeitszeit zu reduzieren. Wären da nicht die finanziellen Zwänge, würde ich gerne nur 4 Tage je Woche arbeiten oder wenigstens zwei halbe Tage aus meiner 5 Tage -Woche streichen.

Ich würde die gewonnene Zeit für mich nutzen, für meine Kinder und dafür, dass wir auch mal Freiräume zum Malen, Lesen, Schlafen, Bummeln und Umherstreifen brauchen. Vielleicht würde ich versuchen, ein Buch zu schreiben, was unendlich schwer ist und wofür ich Muße benötige. Ich würde wohl auch mal wieder in eine Ausstellung gehen oder meine Kinder mit einem freien Nachmittag mitten in der Woche beglücken. Das wäre schön. Seufz.

Nun gut, in Wahrheit würde ich in der Zeit einkaufen gehen, das Geld für meine Haushaltshilfe sparen und die Wohnung putzen, schon lange fällige Termine abarbeiten, mir vornehmen, alles anders zu machen, und es dann doch nicht tun.

Oder…

… ich denke jetzt doch einmal ernsthaft darüber nach und plane unseren Alltag neu.

 

Vorfreude auf den Sommer

Spielen am Strand im Urlaub

Es ist still geworden in meinem Blog, ich weiß.
Das liegt an vielen Dingen, vor allem daran, dass ich nicht schreiben kann, was ich schreiben will, und nicht schreiben will, was ich schreiben könnte.
Anders gesagt, mich beschäftigt gerade sehr viel, was für mich nicht hierher gehört. Noch nicht.

Vielleicht in ein paar Wochen. Wenn es nicht mehr akut ist und weniger Sorgen bereitet.

Bis dahin schreibe ich jetzt einfach mal über die kommenden Sommerferien.
Wir haben den Sommerurlaub schon im Herbst geplant. Dieses Jahr wird es wieder Dänemark. Und allmählich wächst die Vorfreude.
In zwei Wochen geht es los.
Wir sind noch ein paar Tage bei der Oma und dann zwei Wochen im Norden Dänemarks.
Es wird toll, da bin ich mir ganz sicher und die Kinder freuen sich auch schon mächtig.

Also, nur noch ein paar Tage bis zu den Ferien und dann nicht mehr lange bis zum Urlaub.

Hach. Schön.

 

Jahrestag und „Feine Karten“

Pünktlich zu meinem Zweijährigen muss ich mich doch mal wieder in meinem Blog sehen lassen. Es ist seit ein paar Wochen ganz verwaist, was daran liegt, dass ich leider von einem Tief ins nächste falle, denn im Moment ist der Mäusepapa krank und ich für alles alleine zuständig. Und das, obwohl auch ich nicht ganz gesund bin. Das ist anstrengend.

Nichts destotrotz freue ich mich über den Geburtstag meines Blogs und darüber, dass mir Carina von der imprinto GmbH angeboten hat, ihren Kartendruckservice „Feine Karten“ zu testen. Und Schwupps habe ich den Geburtstag für den Mäuserich geplant, um das Testangebot von „Feine Karten“ auch sinnvoll nutzen zu können. Es ist natürlich auch möglich, statt der Geburtstagseinladungen Einladungen zu Taufen, Hochzeiten, Kommunion sowie Danksagungen, Save-the-Date -Karten, Taufkarten und einiges mehr personalisiert drucken zu lassen. Sogar farblich passende Umschläge lassen sich dazu bestellen. Der Bestellvorgang ist übersichtlich, die individuelle Gestaltung der Karten kinderleicht und das Ergebnis klasse. Die Einladungskarten sind superschön geworden. Sie haben einen zarten Schimmer, was man auf meinem Foto hier leider nicht gut sehen kann.

FK8

Die mir zusätzlich angebotene Partybox war in wenigen Tagen bei mir, bei der Lieferung der Karten hat es dann etwas gehakt. Ich vermute, weil  die Bestellung über einen Test- Gutscheincode erfolgte und dadurch ein wenig die gewohnte Routine gestört wurde. Aber der Kontakt war nett und nach dem kleinen Patzer ging es dann ganz schnell und ich habe eine wunderschöne Kiste mit tollen Karten erhalten.

 

 

Der Geburtstag des Mäuserichs kann jetzt also kommen. Vielen Dank noch einmal an Carina….

…und wer Lust hat, kann mir einen Kommentar zu diesem Beitrag hinterlassen oder mir eine Email schreiben. Ich verlose zu meinem 2. Bloggeburtstag  die kleine Partybox von „Feine Karten“. Die Auslosung erfolgt am 08.06.2016 unter allen, die mir bis dahin geschrieben haben.

FK5

Eure Martamam

 

 

Meine Jugendliebe ist gestorben…

woman in mourning at cemetery in fall

Ich habe gestern die Nachricht erhalten, dass sich jemand das Leben genommen hat. Und als wäre das an sich nicht schon traurig genug, war dieser jemand meine Jugendliebe. Wir waren nie ein Paar, bis auf ein paar Küsse hat es da nichts gegeben und ich glaube, er war auch nicht in mich verliebt. Dennoch trauere ich, denn ich habe ihn damals sehr geliebt. Wir gingen zusammen zur Schule, haben manchmal gemeinsam Hausaufgaben gemacht und in Biologie und Chemie nebeneinander gesessen. Er konnte singen, war ziemlich schlau und sah gut aus. Das fand ich damals jedenfalls und er war einige Schuljahre lang mein Traum von der wahren Liebe.

Das ist alles über 20 Jahre her, genauso lange habe ich nichts mehr von ihm gehört oder gesehen. Ich habe ihn ab und zu mal „gegoogelt“, um zu erfahren, wohin ihn das Leben so verschlagen hat. Viel habe ich nicht herausfinden können und auch schon lange nicht mehr an ihn gedacht, trotzdem hat mich die Nachricht von seinem plötzlichen Tod eiskalt erwischt.

Er war wie ich gerade einmal Anfang 40, frisch gebackener Vater und wie ich hörte auch erfolgreich in seinem Beruf. All das hat ihm nicht geholfen, seine Depression zu besiegen und nun gibt es ihn nicht mehr. Nicht mehr für seine Freundin, nicht mehr für seine Mutter und nicht mehr für sein Kind.  Ein ausgelöschtes Leben, um das jetzt getrauert wird.

Ich bin eine Außenstehende und kann gar nichts dazu sagen, wie er als Mensch in den letzten Jahren so wahr oder wie es seiner Familie im Moment ergehen mag. Ich hatte mir ab und zu ausgemalt, dass wir uns irgendwann einmal in einem Jahrgangstreffen unseres Gymnasiums wieder sehen würden, dass wir uns Fotos von unseren Kindern zeigen, über unsere Schulzeit und meine Verliebtheit damals lachen und dass wir uns trotz des ganzen Lebens dazwischen gut verstehen. Denn das haben wir damals – uns gut verstanden. Und nun habe ich nur noch dieses eine Foto von ihm und meine Erinnerungen an ihn und das macht mich so unsagbar traurig, dass ich mich selbst darüber wundere.

Das, was ich hier schreibe wird dem Verlust kaum gerecht werden, den seine Familie jetzt empfinden muss. Ich versuche dennoch, mein Mitgefühl angemessen zu formulieren und wünsche seiner Mutter, dass sie die Kraft findet, ihren Sohn zu verabschieden und im Herzen zu behalten und seiner Freundin, dass sie trotz allem ganz viel Liebe und Freude an ihrem neugeborenen Baby empfinden kann. Ich wünsche allen, für die sein Tod überraschend und schmerzhaft kam, dass sie ihn in Erinnerung behalten können wie ich es tue – als fröhlichen, starken, selbstbewussten und  klugen Mann, der ganz sicher ein liebevoller Vater geworden wäre, wenn ihm seine Krankheit eine Chance dazu gegeben hätte.

 

Bäh, da muss ich gleich kotzen…

owl-shaped fried eggs

…mein 4jähriger würgte übertrieben als ich gestern das Abendessen servierte.

Ich koche überhaupt nicht gerne und auch nicht oft, aber ich bringe etwas essbares zustande. Das bestätigten mir jedenfalls der Mäusepapa und die Maus. Sogar Minimaus hat davon gegessen und ich fand es selbst auch ganz gut. Der Mäusepapa kann das besser, na klar, aber so schlimm, dass der Mäuserich Grund zum M(K)otzen fand, war es nun auch wieder nicht. Ich musste trotzdem sehr lachen über sein angeekeltes Gesicht. Dann dachte ich nur, das erleben andere Väter und Mütter sicher auch oft und … bleibt mehr für mich übrig.

Dennoch führte mich das zu der Frage: Was kochen Eltern, damit die lieben Kleinen etwas Gesundes essen?

Die Franzosen gewöhnen ihre Kinder von klein auf an alles, wie ich neulich las. Die kennen dieses Problem angeblich gar nicht. Bei uns klappt das mit dem Essen hingegen eher mäßig. Süßes geht immer, aber kommen nicht gerade Kartoffelbrei und Fischstäbchen oder Pasta und Reis auf den Tisch, wird es schwer. Gestern aß der Mäuserich auch nur den trockenen Reis. Nicht einmal Parmesan wollte er dazu. Meinen kinderfreundlichen Auflauf mit Putenfilet, Tomatensoße, Mozzarella und Zucchini ließ er stehen. Auch meine Kreation aus Auberginen, Tomatensoße und Farfalle ließ er neulich links liegen. Die Maus stocherte  immerhin die Nudeln heraus und strengte sich sehr an, dabei möglichst wenig Soße und Gemüse zu erwischen. Kräuter im Essen mag sie nicht, sichtbare Tomatenstücke findet sie eklig und gebratene oder gekochte Gemüse- und Zwiebelstückchen führen zu Proteststürmen. Der Mäuserich sieht das ähnlich.

Die Minimaus hingegen isst so gut wie alles, sogar Blumenkohl und vegetarische Brotaufstriche. Maus und Mäuserich verschmähen Frischkäse sobald Kräuter enthalten sind, essen niemals Käse in Scheiben, Wurst nur in Form von Mortadella (ohne sichtbare Stückchen) oder Wiener Würstchen und auch ansonsten darf es gerne möglichst schlicht sein. Eine Brotmahlzeit mit rohem Obst und Gemüse (Weintrauben, Äpfel, Erdbeeren, Karotten, Gurke) ist noch allemal einfacher anzurichten als ein leckeres warmes Abendessen zu servieren. Bulgur, Polenta, Hülsenfrüchte, Salate, Aufläufe, Spiegeleier oder Rühreier, Gemüse- und Kartoffelpfannen, Fleisch und Fisch gebraten, Soßen, Suppen, Kräuter, Meeresfrüchte- alles Fehlanzeige. Ausnahmen bilden manchmal Frittiertes, Gestampftes, Salatgurken und Tomatensoße ohne Stücke.

Was ich in den Kochbüchern ansonsten als kindgerecht und gesund beschrieben finde, wird regelmäßig abgelehnt. Das ist schon manchmal zum Haare raufen. Aber ich gebe nicht auf. Ich versuche es jetzt einmal mit einem neuen Kochbuch. Mal sehen, was ich dann zu berichten habe.